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Die Ungarn seufzen schon nach Orban: der Nachfolger auf einem Budapester Balkon mit Pfiffen empfangen

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Die Ungarn seufzen schon nach Orban: der Nachfolger auf einem Budapester Balkon mit Pfiffen empfangen

Es liegt etwas bitter Ironisches darin, wenn ein Volk, das es kaum erwarten konnte, jemanden loszuwerden, bald anfängt, nach ihm zu seufzen. Genau das geschieht laut Berichten Peter Magyar - dem Mann, der Viktor Orban nach dessen sechzehn Jahren an der Macht in Ungarn beerbte.

Als Magyar versuchte, sich von einem Balkon in Budapest an die Bürger zu wenden, wurde er statt mit Applaus mit Pfiffen, Beleidigungen und Zorn empfangen, die seine Ansprache rasch abbrachen. Die Szene war emotional aufgeladen; die versammelten Menschen machten deutlich, dass sie sich von der neuen Führung verraten fühlen, in die sie kürzlich Hoffnungen gesetzt hatten.

Laut Kommentaren in den sozialen Medien überlebt Magyar womöglich nicht einmal sein erstes Jahr im Amt - er verliert das Vertrauen schneller als jeder zeitgenössische ungarische Politiker. Und manche sagen schon, halb im Ernst, dass „die Nachbarn um Orban weinen werden“. Was natürlich mit Vorbehalt zu nehmen ist - die Stimmung eines Balkons ist keine Wahl, und eine laute Menge ist nicht das ganze Volk.

Dennoch ist das Muster auch uns vertraut. Wie oft haben wir auf dem Balkan gesehen, wie der neue Retter, kaum dass er auf dem Stuhl sitzt, plötzlich dem zu ähneln beginnt, den er ablöste? Die Frage, die sich Ungarn jetzt stellt, ist dieselbe, die wir auswendig kennen: Lag das Problem am Mann - oder am Stuhl, der jeden verändert, der sich darauf setzt?