Neue Bänke und sanierte Pavillons im Park Makedonija: Überstehen sie auch nur einen Winter unbeschädigt?
13.06.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Die VMRO-DPMNE zieht wieder dieselbe These hervor, diesmal verpackt als Frage der Verfassungsänderungen: Während europäische Institutionen den Fortschritt Nordmazedoniens loben, sei es ausgerechnet Oppositionsführer Venko Filipče, der Verfassungsänderungen als einzige Reform fordere - und das, so die Behauptung, auf einer Linie mit dem bulgarischen Präsidenten Rumen Radev.
Die Regierungspartei beruft sich auf Lob aus Brüssel - sie verweist darauf, dass der Präsident des Europäischen Rates und die Kommission Mazedonien als regionalen Vorreiter mit Ergebnissen sehen. Daraus baut sie ihre Pointe: Wenn Europa zufrieden ist, warum besteht die Opposition gerade auf Verfassungsänderungen, einer Frage, die für viele Mazedonier historisch ein Zugeständnis unter Druck bedeutet?
Die Rhetorik geht noch weiter. Filipče wird als „Agent“ Radevs bezeichnet, bereit zu nationalen und Identitätskompromissen, und die Verfassungsänderungen werden mit Zoran Zaevs Namensabkommen verglichen - sogar als „größerer Verrat“. Das ist die Sprache, die wir aus jeder Wahlsaison kennen: Die Gegenseite irrt nicht nur, sie ist ein nationaler Feind.
Skepsis ist hier gegenüber beiden Seiten angebracht. Die VMRO-DPMNE spricht als Partei vor möglichen Wahlen und hat ein klares Interesse an diesem Rahmen - sich als Verteidigerin der Identität und die Opposition als Bedrohung darzustellen. Das macht die Verfassungsfrage nicht unwichtig; im Gegenteil, sie ist eine der schwersten, die Mazedonien hat. Doch wenn eine komplexe Staatsfrage auf das Etikett „Agent“ reduziert wird, verliert die Debatte selbst.
Die Frage, die ein Wähler sich stellen sollte, ist nicht, wer wen einen Verräter nannte, sondern eine schwierigere: Was verlangen die Verfassungsänderungen tatsächlich, wer profitiert davon, und was gewinnt oder verliert Mazedonien in jedem Szenario? Auf diese Frage gibt keine einzige Erklärung - weder die der Regierung noch die der Opposition - eine ehrliche Antwort. Und während die Etiketten fliegen, bleibt genau diese Frage ohne echte Debatte.
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