Jugendliche verwüsteten den Spielplatz „Patrik“ in Aerodrom: Wo stehen wir alle in dieser Geschichte?
24.06.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Premierminister Hristijan Mickoski sagte, eine Frau zu schlagen sei „ein kleines Vergehen" und „das System funktioniert". Vom Frauenforum der SDSM antwortete Rozalija Angelkovska: „Das ist eine schändliche Verharmlosung von Gewalt gegen Frauen, und Minister Pance Toskovski muss zurücktreten."
Mickoskis Aussage bezog sich auf einen Vorfall mit seinem Leibwächter, dem vorgeworfen wird, eine Frau geschlagen zu haben. Der Premier spielte die Sache herunter - „ein kleines Vergehen". Das ist keine Wortwahl-Panne. Das ist Politik. Wenn ein Premier das Wort „klein" für das Schlagen einer Frau benutzt, signalisiert er jedem Mann im Land, dass so etwas nicht ernst ist.
Angelkovska zählte die Fälle auf. Veles. Kočani. Staro Nagoričane. Jeder davon eine Geschichte, in der die Institutionen nicht angemessen reagiert haben. Frauen erstatten Anzeige, die Polizei nimmt sie nicht ernst, die Staatsanwaltschaft eröffnet kein Verfahren, das Gericht urteilt nicht - und dann kommt die Tragödie. Der Fall Stojance Jovanovski und Ivana Stojanoska (12 Jahre Haft wegen „Anstiftung zum Selbstmord") ist frisch, mit internationaler Resonanz, weil auch die sechsjährige Tochter starb.
Die SDSM fordert: den Rücktritt von Innenminister Toskovski. Das ist ein System, in dem jeden Tag Frauen Schutz suchen und ihn jeden Tag nicht bekommen. Das Innenministerium ist nicht nur „Polizei" - es ist der erste Filter für die Sicherheit von Frauen zu Hause. Wenn die Spitze dieses Ministeriums keine politische Verantwortung für die Fehler trägt - bleibt die Verantwortung, wie die Gewalt, bei den Frauen.
Mickoskis Reaktion ist absehbar. Der Premier wird wahrscheinlich sagen, seine Worte seien „aus dem Kontext gerissen" worden. Dann kommt die Parteienverteidigung - „die Opposition manipuliert". Dann kommt - nichts. So funktioniert Mazedonien beim Thema Gewalt gegen Frauen: 48 Stunden Diskussion, dann zum nächsten Thema.
Die Frage, die wir alle stellen sollten: glaubt der Premier wirklich, dass das Schlagen einer Frau „ein kleines Vergehen" ist - was ist sonst noch „klein" im Kopf des Mannes, der das Land führt? Und wenn „das System funktioniert" - warum kommt jeden Monat eine neue Geschichte über eine Frau, die nicht überlebt hat?
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