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10 Kilogramm Marihuana an Dojran beschlagnahmt - versteckt in 50 Plastikgläsern als Lebensmittelaufstriche getarnt, darunter eines, das wie Nutella aussah

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Am Grenzübergang Dojran verhinderten Zoll- und Polizeidienste einen Versuch, etwa 10 Kilogramm Marihuana zu schmuggeln. Was diesen Fall besonders macht, ist die Methode: die Droge war auf etwa 50 Plastikgläser verteilt, getarnt als Lebensmittelaufstriche - darunter etwas, das an "Nutella" erinnerte.

Mazedonische Staatsbürger versuchten mit einem Mietwagen die Sendung nach Griechenland zu bringen. Die Grenzkontrolle holte das Fahrzeug für eine eingehende Überprüfung heraus, dabei kam es zur Beschlagnahmung. Der Fall wird untersucht, und der Direktor der Zollverwaltung kündigte eine Pressekonferenz zu dieser "Beschlagnahmung historischen Ausmaßes" an.

Die Route Nordmazedonien-Griechenland ist eine der klassischen für Schmuggel in der Region. Warum? Weil der Marktpreis von Marihuana in Griechenland (und höher in die EU) zwei- bis dreimal so hoch ist wie der mazedonische. Für 10 Kilogramm erreicht die Differenz leicht Zehntausende Euro. Kriminelle Gruppen wechseln zu immer kreativeren Versteckmethoden - vakuumiert in Lebensmittelprodukten, eingepackt in Kaffee, in Konserven mit eingelegtem Gemüse.

Die Frage, die offen bleibt, ist eine andere: wie oft passieren solche Sendungen die Grenze, ohne erwischt zu werden? Die Beschlagnahmungen sind die Nachricht. Der Rest - wissen wir nicht. Balkan-Kriminalität arbeitet in der Tiefe genau auf diesen Routen, und genau deshalb ist Dojran einer der am stärksten überwachten Punkte für anspruchsvolle Zoll-Polizei-Operationen. Vorerst - dieser Fall endete mit einer Beschlagnahmung. Wie viele andere nicht - das ist eine andere Frage.