Fünfzig Millionen Euro an einer fehlenden E-Signatur gescheitert: Warum Skopje in Bussen ohne Klima schmort
10.06.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
In den frühen Morgenstunden des 8. Juni starb im Alter von 60 Jahren Arsim Zekoli - ehemaliger Botschafter, Kolumnist und einer der schärfsten politischen Analysten dieses Landes. Die Nachricht verkündete sein Bruder, Dr. Shefket Zekoli, die Beerdigung fand noch am selben Tag auf dem Friedhof im Dorf Blace statt.
Zekolis Biografie (1966-2026) lässt sich schwer in einen einzigen Satz pressen: ein Diplomat, der bis Januar 2009 die Ständige Vertretung Makedoniens bei der OSZE in Wien leitete, auch Botschafter in Turkmenistan, und vor und nach der Diplomatie - Journalist, Kunsthistoriker, Übersetzer und humanitärer Aktivist. Ein Mensch mit mehreren Leben in einem.
Doch seine breiteste Spur hinterließ er als Stimme in der Öffentlichkeit. Seine Analysen waren scharf, direkt und kritisch - und das gegenüber allen, ungeachtet des Lagers. Er schrieb und sprach über die Demokratie, über die interethnischen Beziehungen, über die Korruption, über den Einfluss der Großmächte auf dem Balkan - stets verband er das Heimische mit dem Regionalen und Globalen. In einem Medienraum, in dem Analyse oft Parteidienst mit akademischem Titel ist, war Zekoli einer der wenigen, der niemandem etwas schuldete.
Solche Stimmen misst man nicht daran, wie oft man sie zitiert, sondern an der Leere, die sie hinterlassen. Die öffentliche Debatte in Makedonien ist heute ärmer um einen Teilnehmer, der eine unpopuläre Wahrheit sowohl auf Makedonisch als auch auf Albanisch zu sagen wusste - und sie in beiden gleich sagte.
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