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Über dem Skanderbeg-Platz in Čair soll eine albanische Bibliothek entstehen: gute Absicht, vorerst nur ein Plan

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Über dem Skanderbeg-Platz in Čair soll eine albanische Bibliothek entstehen: gute Absicht, vorerst nur ein Plan

Der Raum über dem „Skanderbeg"-Platz in Čair soll zu einer modernen albanischen Bibliothek werden. Das Projekt kündigte der Bürgermeister der Gemeinde, Izet Mexhiti, zum Abschluss der albanischen Buchmesse in Skopje an - als Ort für Studierende, Forschende und alle Bürger mit Interesse an Bildung und Kultur.

Den Ankündigungen zufolge soll die Bibliothek ein multifunktionaler Raum mit modernen Bedingungen zum Lesen, Lernen und Forschen werden. Der Bestand soll Literatur auf Albanisch umfassen, aber auch Ausgaben in anderen Sprachen, was sie einem breiteren Publikum zugänglich machen würde. „Wir beginnen den Prozess, den Raum über dem Skanderbeg-Platz in eine moderne, für Studierende und alle Bürger offene Bibliothek zu verwandeln", sagte Mexhiti.

Die Idee an sich ist gut - jede Stadt, die Bibliotheken baut, statt sie zu schließen, geht in die richtige Richtung. Bücher sind, unabhängig von der Sprache, eine bessere Investition als so manches lautere Projekt. Die offene Frage ist rein praktisch: Wie sehen die genauen architektonischen Pläne aus, wer finanziert das Ganze, und wann ist es fertig.

Deshalb ist es gut, die Absicht zu begrüßen - aber auch, die Umsetzung abzuwarten. In einem Land, in dem Ankündigungen oft länger leben als die Projekte selbst, ist das wahre Maß nicht die Pressekonferenz, sondern die offene Tür des fertigen Gebäudes. Bis dahin ist eine Bibliothek mehr in den Plänen eine gute Nachricht - aber eben nur ein Plan.