Von vier Müllwagen fährt nur einer: Skopje versinkt im Abfall, während Ersatzteile auf das „Verfahren“ warten
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Eine Minute. So viel reicht, sagen Ärzte, um den Stresskreislauf zu durchbrechen, in den der Körper eintritt, ohne dich zu fragen. Keine App, kein Gerät, kein Abo - nur bewusstes Atmen, etwas, das du dein ganzes Leben mit dir trägst und selten absichtlich nutzt.
Die Technik ist beinahe unverschämt einfach. Du atmest ein paar Sekunden langsam durch die Nase ein, hältst die Luft kurz an und atmest dann kontrolliert aus - das Ausatmen soll länger dauern als das Einatmen. Vielen hilft es, eine Hand auf den Bauch zu legen, um sicherzugehen, dass die Luft den unteren Teil der Lunge erreicht, statt nur flach mit der Brust zu atmen.
Warum funktioniert etwas so Einfaches überhaupt? „Eine Minute bewusstes Atmen genügt“, sagt Dr. Pacheco Galván, Facharzt für Pneumologie und innere Medizin, „um den automatischen Aktivierungszyklus zu durchbrechen.“ Verlangsamst du die Atmung und verlängerst das Ausatmen, springt das parasympathische Nervensystem an - jenes, das dem Körper signalisiert, dass er ruhen und sich erholen kann.
Die Neurowissenschaft bestätigt in den letzten Jahren, was alte Praktiken längst wussten: Bewusstes Atmen beeinflusst Aufmerksamkeit, Gedächtnis und die Regulierung von Emotionen. Das Gegenteil - schnelles, flaches Brustatmen - sendet dem Gehirn ein Gefahrensignal, aktiviert die Stresshormone und beschleunigt den Puls. Mit anderen Worten: Wie du atmest, ist nicht Folge deines Zustands; es ist auch seine Ursache.
Eine nüchterne Anmerkung ist angebracht. Das ist kein Heilmittel und ersetzt keine psychologische oder medizinische Hilfe, wenn sie wirklich nötig ist - die „Wellness“-Industrie verkauft Techniken zu oft als Ersatz für echte Behandlung. Aber als etwas, das kostenlos, stets zur Hand und ohne Nebenwirkungen ist, ist eine Minute Atmen vielleicht der billigste Rat, den man überhaupt bekommen kann. Die Frage ist nur, ob du dich genau dann an ihn erinnerst, wenn du ihn am meisten brauchst.
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