Von vier Müllwagen fährt nur einer: Skopje versinkt im Abfall, während Ersatzteile auf das „Verfahren“ warten
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Die Bauoffensive, die seit Jahren das Skopjer Stadtbild prägt - Kräne an jeder Ecke, Löcher im Boden, Staub -, scheint sich zu verlangsamen. Im April wurden 38 Prozent weniger Baugenehmigungen erteilt als im selben Monat des Vorjahres, zeigen Daten des Statistischen Amtes.
Die Zahlen sind konkret: 291 Genehmigungen gegenüber deutlich mehr vor einem Jahr. Der projektierte Wert dieser Vorhaben fiel auf rund 4,58 Milliarden Denar oder 74,4 Millionen Euro - ein Rückgang von satten 41,8 Prozent im Jahresvergleich. Mit den erteilten Genehmigungen entstehen 722 neue Wohnungen, die meisten in der Region Skopje (261).
Die Struktur sagt auch etwas darüber, wer baut. Der Hochbau dominiert weiter mit 208 Genehmigungen, während Umbauten am stärksten zurückgingen. Private Investoren reichten zwei Drittel der Projekte ein, doch Unternehmen tragen, bei weniger Projekten, über die Hälfte des Gesamtwerts.
Was bedeutet das für den gewöhnlichen Bürger? Es kommt auf den Blickwinkel an. Für den, der in Staub und Lärm der Baustelle unter seinem Fenster erstickt, ist die Verlangsamung eine Erleichterung. Für den, der auf eine bezahlbare Wohnung wartet, bedeutet weniger Bau meist höhere Preise - geringeres Angebot, gleiche oder größere Nachfrage. Und für die Wirtschaft insgesamt ist der Bau einer jener Motoren, die, wenn sie stocken, durch die ganze Kette spürbar werden - von den Arbeitern bis zu den Baustoffhändlern.
Die Zahl an sich ist weder gut noch schlecht - sie ist ein Signal. Die Frage ist, ob die Verlangsamung eine gesunde Abkühlung eines überhitzten Marktes ist, oder das erste Zeichen, dass das Geld, das bisher in Beton floss, einen anderen Ausweg sucht.
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