Von vier Müllwagen fährt nur einer: Skopje versinkt im Abfall, während Ersatzteile auf das „Verfahren“ warten
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23.04.2026
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12.04.2026
Sieben Bürgermeister aus Pelagonien reisten in die Niederlande, um zu sehen, wie es aussieht, wenn lokale Verwaltung wirklich funktioniert. Die Delegation unter Führung des Bürgermeisters von Bitola, Toni Konjanovski, traf den Bürgermeister von Den Haag, Jan van Zanen, und sprach über etwas, das bei uns noch immer exotisch klingt - Kreislaufwirtschaft, nachhaltige Entwicklung und junge Menschen, die an der Politikgestaltung beteiligt sind.
Neben Bitola gehörten der Delegation die Bürgermeister von Prilep, Resen, Novaci, Mogila, Krivogaštani und Dolneni an. Die Themen waren konkret: Abfallwirtschaft, Anpassung an den Klimawandel, interkommunale Zusammenarbeit und das Halten der Jungen. Der Besuch ist Teil des Projekts „PELO“, unterstützt von der niederländischen Botschaft über das MATRA-Programm.
Die Delegation besichtigte auch mehrere nachahmenswerte Modelle. In Amsterdam - „De Ceuvel“, eine ehemalige Industriedeponie, verwandelt in ein Zentrum für nachhaltige Entwicklung. In Delft - „The Green Village“ an der Technischen Universität, ein offenes Labor für Klimalösungen. Und „Titaan Hub“, wo Jugend, Bildung und Wirtschaft gemeinsam für grüne Arbeitsplätze arbeiten.
Die Botschaft, die Konjanovski heimbrachte, ist einfach: Erfolgreiche Politik kommt nicht von einer einzigen Institution, sondern aus der Partnerschaft zwischen lokaler Verwaltung, den Jungen, Universitäten, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Klingt gut auf dem Papier.
Die Frage, wie immer bei solchen Studienbesuchen, ist, was bleibt, wenn die Delegation zurückkehrt. Denn der Balkan ist voll von Fotos vom Geschenkaustausch vor niederländischen und deutschen Gebäuden - während der Abfall auf unseren Straßen weiter eingesammelt wird wie vor zwanzig Jahren. Niederländische Modelle taugen nur etwas, wenn sich daheim jemand wirklich hinsetzt, um sie umzusetzen, statt sie zusammen mit den Souvenirs in eine Schublade zu legen.
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