Von vier Müllwagen fährt nur einer: Skopje versinkt im Abfall, während Ersatzteile auf das „Verfahren“ warten
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12.04.2026
Jahrelang war eines der ungewöhnlichsten Naturwunder Mazedoniens Geisel zweier Menschen. Nun hat das Gericht einen Schlussstrich gezogen: Die Besetzer von Kuklica, den Steinfiguren bei Kratovo, müssen den Ort verlassen - freiwillig oder mit der Polizei.
Kuklica, ein geschütztes Naturdenkmal, das in- und ausländische Touristen anzieht, stand angeblich jahrelang unter der Kontrolle von Stojna Dimitrovska Bud und ihrem Vater Milosch. Den Angaben zufolge kassierten sie Eintritt für staatliches Land, das öffentliches Erbe ist, und bedrohten jene, die nicht zahlen wollten - sie warfen Steine und ließen Hunde los.
Kratovos Bürgermeister Todorče Nikolovski war deutlich: „Die Besetzer werden Kuklica freiwillig oder mit Gewalt verlassen müssen“ und den Ort den zuständigen Institutionen übergeben. Weigern sie sich, wird ein Polizeieinsatz gefordert. Gegen die beiden wurden Strafanzeigen wegen Eigentumsbesetzung gestellt, Stojna wird zudem wegen Drohungen gegen Touristen beschuldigt.
Dennoch hat die Geschichte einen bitteren Beigeschmack. Die Gemeinde behauptete jahrelang, sie könne den Zugang zum eigenen geschützten Denkmal nicht sichern, und die offiziellen Gerichtsunterlagen erreichten den Rechtsvertreter Kratovos noch immer nicht - ein erstinstanzliches Urteil existiert, aber der Fall ist nicht rechtskräftig. Wie kommen zwei Menschen überhaupt dazu, jahrelang Eintritt für etwas zu kassieren, das allen Bürgern gehört, während die Institutionen bis jetzt nur mit den Schultern zucken?
Kuklica entstand durch Millionen Jahre Erosion. Es ist eine Schande, dass die Bürokratie Jahre brauchte, um es der Öffentlichkeit zurückzugeben - fast so lange, wie die Natur selbst, um die Figuren zu formen.
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