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Ungarischer „Gripen“ bei Szolnok abgestürzt: Der Pilot schleuderte sich heraus, lenkte die Maschine aber zuerst von Menschen weg

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Ungarischer „Gripen“ bei Szolnok abgestürzt: Der Pilot schleuderte sich heraus, lenkte die Maschine aber zuerst von Menschen weg

Ein ungarischer Kampfjet vom Typ Gripen stürzte am Montagmorgen nahe Szolnok ab. Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten und lebt. Die Ursache ist vorerst unbekannt.

Ministerpräsident Peter Magyar bestätigte den Vorfall, ohne eine Ursache zu nennen. Verteidigungsminister Romulusz Ruszin-Szendi teilte mit, der Pilot sei mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht worden, weitere Verletzte gebe es nicht.

Ein Detail der Berichte verdient es, aus der trockenen Chronologie herausgehoben zu werden. Der Pilot schaffte es, die Maschine so zu lenken, dass sie auf militärischem Gelände niederging - das Risiko für Zivilisten und umliegende Gebäude wurde damit verringert. Das heißt: In den Sekunden vor dem Ausstieg rechnete jemand im Cockpit aus, wo mehrere Tonnen Metall aufschlagen dürfen. Das ist kein Glück. Das ist Ausbildung.

Vierzehn Maschinen für ein ganzes Land

Ungarn verfügt über 14 Gripen-Jets, stationiert auf der Basis Kecskemet. Die schwedischen Saab JAS 39C/D dienen der Luftraumverteidigung und NATO-Operationen, darunter Missionen zum Schutz des baltischen Luftraums.

Bei 14 Maschinen in der gesamten Flotte ist eine verlorene keine Statistik. Sie ist ein spürbarer Teil der Fähigkeit eines Staates, den eigenen Himmel zu verteidigen, verdampft an einem einzigen Morgen - und das in einem Moment, in dem ganz Europa über die Ausweitung von Konflikten spricht und nicht über deren Beruhigung.

Ein Nachbarland, dieselbe Flugzeugklasse, die in der ganzen Region gekauft wird, derselbe Himmel über uns allen. Von Szolnok nach Skopje sind es weniger Kilometer als von Szolnok nach Brüssel, wo die Verteidigungsstrategien geschrieben werden.