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Kraftstoff in der EU um 13,7 Prozent teurer binnen eines Jahres: In Bulgarien gehört der Anstieg zu den größten, und die Unterschiede sind keine Geologie, sondern Politik

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Kraftstoff in der EU um 13,7 Prozent teurer binnen eines Jahres: In Bulgarien gehört der Anstieg zu den größten, und die Unterschiede sind keine Geologie, sondern Politik

Autofahrer in der Europäischen Union zahlten im Juni etwas weniger für Kraftstoff als einen Monat zuvor. Doch bevor sie sich freuen - die Rechnung ist immer noch deutlich höher als im vergangenen Sommer. Und im benachbarten Bulgarien gehört die Verteuerung zu den größten in ganz Europa.

Die Daten von Eurostat zeigen ein zweigeteiltes Bild. Die Kraftstoffpreise begannen auf Monatsbasis zu sinken, blieben aber um 13,7 Prozent höher als im Juni 2025. Das ist eine Verlangsamung im Vergleich zu den beiden Vormonaten - im April betrug der jährliche Anstieg 20,8 Prozent, im Mai 20,7 Prozent. Der Anstieg verlangsamt sich also, hört aber nicht auf.

Interessant für uns auf dem Balkan ist, wer am meisten zahlt. Die größte jährliche Verteuerung im Juni wurde in Bulgarien verzeichnet, wo Kraftstoff um 26 Prozent teurer war als im Vorjahr. Es folgen Litauen mit 23,5 Prozent, Rumänien mit 23,1 Prozent, Finnland mit 22 Prozent und Luxemburg mit 20,7 Prozent. Den geringsten Anstieg hatten Ungarn mit nur 2,3 Prozent und Polen mit 5,8 Prozent.

Die Unterschiede zwischen den Ländern sind kein Zufall - sie sprechen von unterschiedlicher Steuerpolitik, unterschiedlichem Wettbewerbsniveau auf dem Markt und unterschiedlichem politischem Willen, den Lebensstandard der Autofahrer zu schützen. Wenn ein Land 2 Prozent Anstieg hat und das Nachbarland 26, ist das keine Geologie - das ist Politik.

Der Vergleich mit dem Mai bringt allerdings eine kleine Erleichterung. Der Durchschnittspreis für Diesel in der EU sank um 6,4 Prozent, und Benzin wurde um 4,2 Prozent billiger. Diesel wurde in allen Mitgliedstaaten billiger, mit dem größten Rückgang in Tschechien. Die Frage ist, ob dies der Beginn einer dauerhaften Beruhigung ist oder nur eine Pause vor dem nächsten Sprung - besonders jetzt, da Brent erneut Richtung 100 Dollar pro Barrel klettert.