Cuna wieder in Handschellen: Der Dealer, der aus dem Fenster einer Polizeistation sprang, ist in Skopje gefasst
15.07.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Eines der ungewöhnlichsten Naturwunder Mazedoniens - Kuklica, die steinernen Puppen bei Kratovo - ist Geisel einer einzigen Frau, die seit Jahren Touristen fernhält, auf eigene Faust Eintritt kassiert und, wie berichtet wird, Besucher bedroht und mit Steinen bewirft.
Der Ort mit seinen erstaunlichen, Millionen Jahre alten Steinsäulen war seit jeher eine kostenlose Attraktion, die jeder besuchen konnte. Doch heute ist der Zugang usurpiert - die Frau und ihre Nächsten kassieren Eintritt mit Gewalt, und ein Mädchen aus Kumanovo bat öffentlich in den sozialen Netzwerken um Hilfe, nachdem es auf einen solchen Empfang gestoßen war.
Der Bürgermeister von Kratovo war deutlich: „Freiwillig oder mit Gewalt, die Usurpatoren werden Kuklica verlassen.“ Das klingt entschlossen, doch die Frage ist, warum es überhaupt so weit kam. Wie wurde ein geschütztes Naturerbe zur privaten Mautstelle von jemandem, der keinerlei Recht daran hat?
Das ist eine Geschichte, die wir auf dem Balkan nur zu gut kennen - staatliches oder gemeinschaftliches Gut wird still angeeignet, während die Institutionen wegschauen, bis das Problem so groß wird, dass es in den sozialen Netzwerken auftaucht. Kuklica ist niemandes Privateigentum. Es gehört uns allen, und genau deshalb hat niemand das Recht, Eintritt dafür zu kassieren, geschweige denn Steine auf die Touristen zu werfen, die gekommen sind, um es zu sehen.
Die Frage ist nun, ob sich die Worte des Bürgermeisters in Taten verwandeln oder ob es ein weiteres Versprechen bleibt, das verblasst, sobald sich die Kameras abwenden. Kuklica hat Millionen Jahre gewartet, bis wir es sehen. Es verdient nicht, die Geisel des Starrsinns eines Einzelnen zu sein.
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