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Mazedonische Börse im Minus: MBI10 fiel 9,88 Prozent im Halbjahr, und über die Hälfte des Umsatzes hängt an Blockgeschäften unter wenigen Akteuren

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Mazedonische Börse im Minus: MBI10 fiel 9,88 Prozent im Halbjahr, und über die Hälfte des Umsatzes hängt an Blockgeschäften unter wenigen Akteuren

Die mazedonische Börse schloss das erste Halbjahr mit einem Gesicht, das mehr sagt als jeder Bericht - der Hauptindex im Minus, der Gesamtumsatz nur symbolisch im Plus und die Zahl der Transaktionen steil nach unten. Mit anderen Worten: Es wird mit mehr Geld gehandelt, aber von weniger Menschen. Ein Markt, der funktioniert, in dem aber ein immer engerer Kreis die Fäden zieht.

Die Zahlen, erstellt auf Basis offizieller Börsendaten, zeichnen den Ton. Der Index MBI10 beendete das Halbjahr bei 9.521 Punkten - ein Rückgang von 9,88 Prozent gegenüber demselben Zeitraum im Vorjahr. Die Marktkapitalisierung der Aktien fiel um 5,80 Prozent. Der Gesamtumsatz erreichte 4,57 Milliarden Denar über 8.681 Transaktionen - ein formaler Anstieg von 4,35 Prozent beim Umsatz, doch die Zahl der Transaktionen ging um fast 26 Prozent zurück.

Hier ist die Falle, die die Zahl verbirgt. Mehr als die Hälfte des gesamten Umsatzes - über 52 Prozent - wurde durch Blocktransaktionen realisiert, also große abgesprochene Pakete unter wenigen Akteuren, statt durch lebendigen Handel am offenen Markt. Wenn der größte Teil des Geldes außerhalb der regulären Börse bewegt wird, sagt das „Wachstum“ des Umsatzes mehr über einige große Deals aus als über einen gesunden, liquiden Markt mit vielen Teilnehmern.

Die Liquidität dreht sich wie üblich um dieselben wenigen Namen. Am meisten gehandelt wurden die Aktien von Makedonijaturist, Komercijalna banka und Alkaloid - die drei Säulen, die die Börse seit Jahren auf den Beinen halten. Die übrigen gelisteten Gesellschaften ruhen zum großen Teil.

Bei den einzelnen Aktien ist das Bild geteilt. Größter Gewinner ist RŽ Tehnička kontrola mit einem Zuwachs von 16,92 Prozent, gefolgt von Ading mit 14,46 und Popova Kula mit 12,50 Prozent. Am anderen Ende verlor Makedonijaturist am meisten mit einem Rückgang von 28,91 Prozent, dann Makošped mit 25,32 und Tikveš mit 24,12 Prozent - derselbe Makedonijaturist, der zu den meistgehandelten zählt, was zeigt, wie dünn die Grenze zwischen Aktivität und Stabilität ist.

Für eine Wirtschaft, die seit Jahrzehnten von einem entwickelten Kapitalmarkt träumt, ist das ein bekanntes Bild: ein paar Aktien, ein paar Akteure und ein Umsatz, der an Blockgeschäften hängt. Die Börse funktioniert - doch um zu einem echten Motor der Wirtschaft zu werden, braucht es weit mehr als drei sichere Namen.