Mann aus Kratovo sticht Polizisten mitten im Einsatz nieder: Staatsanwaltschaft fordert Haft für den 40-Jährigen
15.09.2026
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12.04.2026
Netflix, die Plattform, die uns jahrelang beibrachte, zu schauen, was wir wollen und wann wir wollen, erwägt nun etwas, das wie ein Schritt zurück in der Zeit klingt - TV-Kanäle, die ununterbrochen laufen, 24 Stunden am Tag, wo man einfach einschaltet und laufen lässt.
Die Pläne meldete das Wall Street Journal. Die Idee ist, die Gewohnheit eines ständig eingeschalteten Fernsehers im Hintergrund zurückzubringen - genau das Gegenteil des „Binge“-Modells, das Netflix populär machte. Netflix hat bislang keinen offiziellen Kommentar abgegeben.
Warum sollte der Streaming-Gigant zu einem klassischen TV-Format zurückkehren? Die Antwort liegt in den Zahlen und in der Werbung. Netflix' Anteil am gesamten TV-Konsum fiel im April auf 7,8 Prozent, und Zeichen nachlassender Aktivität zwingen es, Wege zu finden, die Zuschauer länger zu halten. Hier kommt das zweite, wichtigere Motiv ins Spiel: Live-Inhalte bedeuten Werbung, die man nicht überspringen kann. Für das Werbegeschäft von Netflix ist das Gold.
Das ist nicht das einzige Experiment. Das Unternehmen hat bereits kurze Videoclips, Video-Podcasts und eine eigene Spiele-App für Kinder getestet, und verhandelt Berichten zufolge auch über den Kauf von Letterboxd - dem sozialen Netzwerk für Filmliebhaber. Auch Pakete mit anderen Diensten werden erwogen, ähnlich dem, was Apple und Amazon anbieten.
Die Geschichte sagt etwas Größeres über die ganze Branche aus. Streaming versprach Freiheit vom Fernsehprogramm und von der Werbung, und nun sind es genau jene Streaming-Giganten, die beide langsam zurückbringen. Wenn „die Zukunft des Fernsehens“ immer mehr wie das Fernsehen aussieht, vor dem alle geflohen sind, lohnt es sich zu fragen - was genau hat sich geändert, außer dem, wem wir das Geld zahlen?
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