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Sizilianische Pasta mit Sardinen: ein Gericht aus dem Mangel geboren, das aussieht wie aus dem Restaurant

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Sizilianische Pasta mit Sardinen: ein Gericht aus dem Mangel geboren, das aussieht wie aus dem Restaurant

Manche Gerichte werden aus dem Überfluss geboren, andere aus dem Mangel - und gerade die zweiten sind meist die besten. Pasta con le sarde, die sizilianische Pasta mit Sardinen, ist eine Geschichte davon, wie aus wenigen einfachen Zutaten eines der größten Meisterwerke der süditalienischen Küche entsteht.

Die Legende sagt, arabische Soldaten seien im neunten Jahrhundert auf Sizilien gelandet, und ihr Koch habe mit dem improvisiert, was er zur Hand hatte - frische Sardinen, wilder Fenchel, Rosinen, Pinienkerne und Safran. Aus dieser Improvisation, so die Überlieferung, wurde ein Gericht geboren, das Palermo wie ein Heiligtum hütet.

Für vier Portionen brauchst du: 400 Gramm Bucatini, 500 Gramm geputzte Filets von frischen Sardinen, einen großen Bund Fenchel (nach Möglichkeit wild), eine Zwiebel, je 40 Gramm Rosinen und Pinienkerne, etwas Safran, 80 Gramm Semmelbrösel, sechs Esslöffel Olivenöl, Salz und frisch gemahlenen Pfeffer.

Koche zuerst den Fenchel in Salzwasser fünfzehn bis zwanzig Minuten, bis er ganz weich ist, und behalte das Wasser - darin kochst du später die Pasta. Hacke den Fenchel. In einer Pfanne mit zwei Esslöffeln Öl röstest du die Semmelbrösel, bis sie golden sind, dann stellst du sie beiseite.

Dann brätst du in derselben Pfanne mit etwas Öl die Zwiebel langsam an, bis sie glasig wird, gibst die Rosinen und Pinienkerne für zwei weitere Minuten dazu und rührst dann den gehackten Fenchel ein. Löse den Safran im Fenchelwasser auf und gieße ihn hinein - rühre, bis die Farbe golden wird.

Gib etwa zwei Drittel der Sardinenfilets hinein und koche zwei bis drei Minuten, sanft, damit sie nicht zerfallen. Koche die Pasta im Fenchelwasser, bis sie al dente ist, und gib sie direkt mit einer Tasse Kochwasser in die Pfanne. Rühre vorsichtig, bis die Soße aufgesogen ist.

Zum Schluss brätst du die restlichen Sardinenfilets nur eine Minute und legst sie über die Pasta. Obendrauf - reichlich geröstete Semmelbrösel, ein Zweig frischer Fenchel und ein Tropfen Olivenöl. Ein Gericht, das aussieht wie aus dem Restaurant, in Wahrheit aber aus dem Mangel geboren ist. Manchmal ist genau das das Geheimnis.