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Selenskyj verschärft seinen Ton: Frustration gebiert schärfere Rhetorik gegenüber Verbündeten

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verschärft zunehmend seine Rhetorik gegenüber Verbündeten und bekundet sichtliche Frustration über festgefahrene Friedensverhandlungen und schwebende Finanzhilfe. Diese Tonveränderung hat bei engen Mitarbeitern Bedenken ausgelöst, dass die scharfe Rhetorik Schlüsselpartner vergraulen könnte.

Beim Weltwirtschaftsforum in Davos im Februar überraschte Selenskyj damit, dass er einen bedeutenden Teil seiner Rede Kritik an Europa widmete. „Europa priorisiert oft andere Sorgen" und „zieht es vor, über die Zukunft zu reden, anstatt in der Gegenwart zu handeln", sagte er vor versammelten Weltführern.

Selenskyj intensivierte auch die Kritik an Präsident Donald Trump und entfernte sich von der sorgsamen Zurückhaltung des vergangenen Jahres. Er kritisierte öffentlich Trumps Bemühungen, Kiew statt Moskau zu Zugeständnissen zu drängen, und nannte einen solchen Ansatz „ungerecht".

Kritiker weisen darauf hin, dass die verschärfte Rhetorik keine konkreten Ergebnisse bringt und möglicherweise die Narrative der Gegner stärkt, dass die Ukraine Friedensvereinbarungen blockiert.