Нови клупи и обновени летниковци во паркот „Македонија“: ќе преживеат ли една зима без да бидат уништени
13.06.2026
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07.11.2025
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Tausende Menschen in Weiß, in Stille, durch die Straßen einer kleinen französischen Stadt. Kein Skandieren, keine Transparente voller Zorn - nur ein Schild, das alles sagt: „Nie wieder“. Der Marsch in Fleurance galt Liana, einem elfjährigen Mädchen, dessen Leiche in einem verlassenen Getreidesilo gefunden wurde, fünfzehn Kilometer von dem Ort, an dem sie zuletzt gesehen wurde.
Liana verschwand am 29. Mai, als sie in ein graues Auto stieg. Eine Woche später fand man sie tot. Der Verdächtige, Jerome Barela, Hausmeister an einer Schule und Vater zweier Kinder, leugnete zunächst und behauptete, er habe das Mädchen am Schwimmbad abgesetzt. Doch was diese Tragödie von schrecklich zu unerträglich machte, ist das, was danach kam.
Im vergangenen August meldete eine Mutter, Barela habe ihre zehnjährige Tochter beharrlich sexuell missbraucht. Die Ermittlung bestätigte den Missbrauch. Und dennoch - die Behörden vernahmen ihn in den drei Monaten vor der Entführung und Ermordung Lianas nicht. Die Staatsanwaltschaft verschleppte den Fall wochenlang, dann noch sechs Wochen, um ihn den Ermittlern zuzuweisen. Ein Kind, das hätte gerettet werden können, wurde es nicht.
Der französische Präsident Emmanuel Macron räumte die „inakzeptablen“ Versäumnisse des Justizsystems ein. Doch das Eingeständnis kommt zu spät für die Familie, die den Marsch anführte und ein Bild ihrer Tochter durch die Stadt trug. Ein Eingeständnis bringt niemanden zurück.
Für den Balkanleser ist das nicht nur eine französische Geschichte. Wie oft haben wir bei uns gehört, dass jemand „früher gemeldet worden war“, dass „das System Bescheid wusste“, dass das Papier auf irgendeinem Schreibtisch lag, bis es zu spät war? Die Frage, die Fleurance in Stille hinausschrie, ist überall dieselbe: Wozu dient ein System, wenn es erst reagiert, nachdem das Schlimmste geschehen ist?
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