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WIRTSCHAFTLICHER NEBEL: Grosse Zahlen auf dem Papier, die Realitaet viel kleiner

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In der Oeffentlichkeit tauchen immer haeufiger Zahlen auf, die auf den ersten Blick den Eindruck einer stabilen und starken Wirtschaft erwecken. Das Bruttoinlandsprodukt nach Kaufkraftparitaet, das 50 Milliarden Dollar uebersteigt, wird als Argument genutzt, dass das Land Spielraum und Kapazitaet fuer Wachstum hat. Doch hinter dieser Zahl verbirgt sich eine andere Realitaet.

Das reale BIP, das die tatsaechliche Finanzkraft der Wirtschaft zeigt, betraegt rund 16 bis 17 Milliarden Euro. Und genau mit dieser Zahl muessen Kredite, Schulden und Haushalt verglichen werden. Bei diesem Vergleich wird klar, dass die Gesamtkredite im Land, die rund 15 Milliarden Euro erreichen, fast auf dem Niveau des gesamten BIP liegen.

Das ist nicht mehr nur Statistik - das ist ein Signal. Ein Signal, dass die Wirtschaft auf Kredit laeuft, nicht auf Produktion. Noch besorgniserregender ist, dass der groesste Teil dieser Kredite bei den Buergern landet, durch Wohn- und Konsumkredite, statt in Unternehmen und Entwicklung.

Wenn Zahlen ohne Kontext praesentiert werden, ist es leicht, ein Bild des Fortschritts zu erzeugen. Aber die Realitaet ist, dass eine Wirtschaft nicht durch Marketing waechst, sondern durch Produktion, Investitionen und nachhaltige Entwicklung.

Deshalb ist die Frage nicht, ob die Zahlen korrekt sind -
sondern ob sie genutzt werden, um die Wahrheit zu zeigen oder um sie zu verbergen.