Ein ausländischer Botschafter schockiert von Strugas Deponie: 30 Meter Müll am Ohridsee
09.06.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Neun Monate zwischen einem Brand und einer neuen Fabrik. In Vinica hat das Unternehmen Vinchini - Teil des familieneigenen MakProgres - ein neues Werk im Wert von 8,5 Millionen Euro eröffnet, genau neun Monate, nachdem ein Brand im vergangenen September einen Teil seiner früheren Kapazität beschädigt hatte. Statt zu warten und zu klagen, baute die Firma in sechs Monaten eine neue Fabrik, mit einheimischen Baufirmen.
Die Zahlen hinter der Eröffnung klingen auf dem Papier gut: 40 neue Arbeitsplätze sofort, mit dem Plan für weitere 40 im nächsten Jahr. Zwei moderne Linien zur Produktion von Waffeln und ähnlichen Produkten, bestimmt für den heimischen Markt und für über 60 ausländische Märkte. Die Investition werde, so das Unternehmen, die Produktionskapazität um rund 30 Prozent steigern.
Bei der Eröffnung war auch Premier Hristijan Mickoski dabei, zusammen mit dem Vorsitzenden der Wirtschaftskammer und dem Bürgermeister von Vinica. Ein Premier bei einer Fabrikeröffnung ist bei uns eine fast obligatorische Szene - ein gutes Foto, eine gute Nachricht für den Tag. Doch anders als bei vielen solchen Ereignissen steckt hier wirklich etwas Greifbares hinter dem Foto: eine echte Firma mit 600 Beschäftigten in fünf Werken, die seit 1990 besteht und ihr eigenes Geld investiert, keine staatlichen Subventionen.
Und genau das ist der Unterschied, der hervorzuheben ist. Vinica ist keine große Stadt, und jeder Arbeitsplatz dort wiegt mehr als in Skopje. Wenn ein einheimisches Unternehmen nach einem Brand nicht um Hilfe bittet, sondern größer als zuvor baut und in 60 Märkte exportiert - das ist eine Geschichte, die Mazedonien selten über sich erzählt und öfter erzählen sollte. Die Frage ist nur, ob die Politik einer solchen Wirtschaft erlaubt, eine Nachricht für sich zu sein, ohne dass ein Premier am Band stehen muss, damit sie bemerkt wird.
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