Filipče ruft zu neuer Oppositions-"Front für Freiheit und Gerechtigkeit" auf: neuer Name für eine alte Opposition?
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12.04.2026
Du wachst erschüttert auf, das Herz im Hals, blickst dich in der Dunkelheit um - hat dich wirklich jemand verfolgt oder hat dich der Mensch verlassen, dem du vertraust? Albträume haben einen schlechten Ruf, und das ganz unlogisch - die neue psychologische Wissenschaft entwickelt sich in die Gegenrichtung. Laut der Theorie der Bedrohungssimulation trainiert das Gehirn nachts für einen Tag, der vielleicht nicht kommen wird. Und das ist gut, nicht schlecht.
Die Theorie hat der finnische Neurowissenschaftler Antti Revonsuo aufgestellt. Die Prämisse: Schlaf ist kein Abschalten. Er ist ein aktiver Prozess, in dem das Gehirn Erfahrung verarbeitet, Erinnerungen fixiert und - das ist das Neue - Gefahrenszenarien einübt. Wenn du träumst, dass du aus einem Gebäude fällst, unterscheiden deine Neuronen Traum nicht von Realität. Sie „durchlaufen" die Situation, als wäre sie wahr, und dabei lehren sie den Körper, auf Angst, Panik und Flucht zu reagieren. Übersetzung: der Albtraum ist ein Simulator.
Alfredo Rodríguez-Muñoz, Psychologieprofessor an der Universität Complutense in Madrid und Autor von „Gut schlafen ist besser leben", sagt, diese Funktion sei adaptiv - solange Albträume gelegentlich sind. Wenn das Gehirn ein paar Tage Stress oder intensive Emotionen durchläuft, verarbeitet die Nacht das durch Symbole. Das ist der Grund, warum wir von Verspätungen zum Meeting träumen, von vergessenen Prüfungen, verlorenen Nahestehenden - das sind versteckte Proben für den realen Tag, der noch kommen kann.
Wann treten Albträume auf? Hauptsächlich in der REM-Phase des Schlafs, wenn das Gehirn am aktivsten ist und am intensivsten träumt. Vor allem die Bereiche für Emotionen, Gedächtnis und die Verarbeitung von Angst sind aktiv. Deshalb wirkt der Traum real, und deshalb reagiert der Körper beim Aufwachen noch so, als wärst du in Gefahr gewesen. Es ist dieselbe biochemische Antwort wie bei einer realen Bedrohung - aber ohne Folgen. Deshalb ist sie sicher.
Kinder träumen Albträume besonders häufig zwischen 3 und 10 Jahren. Es ist eine Phase enormer Gehirnreifung und intensiver Vorstellungskraft. Ihr Gehirn lernt, komplexe Emotionen zu bewältigen - Angst, Unsicherheit, Trennung - und ein Teil dieser Arbeit geschieht im Schlaf. Es ist kein Zeichen eines Problems; es ist ein Zeichen, dass die Entwicklung läuft. Eltern beunruhigt das, doch Erwachsenenpsychologen sehen darin eine normale Phase, keine Pathologie.
Wann sollte man sich Sorgen machen? Wenn Albträume häufig, wiederkehrend oder intensiv werden. Sie treten mehrmals pro Woche auf, lösen Angst vor dem Schlafen aus, führen zu ständigen Wachphasen oder verursachen morgens eine vollständige emotionale Erschöpfung. Dann nutzt das Gehirn Albträume nicht mehr zur Regulation - sie signalisieren, dass die Regulation eingebrochen ist, meist um Angst, posttraumatischen Stress oder größere Lebensveränderungen. Dann ist ein Spezialist nötig.
Um Albträume zu reduzieren, zählt der Experte das Grundlegende auf, das funktioniert: regelmäßige Schlafenszeiten, weniger Alkohol und weniger Bildschirme am Abend, intensive Serien oder Nachrichten unmittelbar vor dem Schlafen vermeiden. Je aktiver und gestresster das Gehirn tagsüber, desto schwerer fällt es, nachts „abzuschalten". Albträume sind kein Fehler - sie sind ein Signal. Die Frage ist, ob wir hinhören. Und ob du dich, in der nächsten Nacht, wenn du träumst, dass du fällst, erinnerst, dass das Gehirn dich eigentlich vorbereitet, nicht bestraft.
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