Skip to content

Drei aus dem Kosovo Vermisste tot bei Blace gefunden: Wir suchten Tag und Nacht, während sie an der Fernstraße lagen

1 Min. Lesezeit
Teilen
Drei aus dem Kosovo Vermisste tot bei Blace gefunden: Wir suchten Tag und Nacht, während sie an der Fernstraße lagen

Drei Menschen - ein Mann und zwei Frauen - wurden tot in einem überschlagenen Fahrzeug auf der Straße zwischen dem Grenzübergang „Blace” und Skopje gefunden. Der Wagen, ein „Mercedes” mit deutschen Kennzeichen, wurde am Sonntagabend um 22:35 Uhr überschlagen entdeckt, nachdem Polizeibeamte nach einer Meldung an die SVR Skopje zum Ort ausgerückt waren.

Den Tod der drei stellte ein Arzt des Rettungsdienstes fest. Laut Innenministerium handelt es sich um Staatsangehörige des Kosovo, die zuvor als vermisst gemeldet worden waren. Noch am selben Tag, um 13:40 Uhr, meldete ein Verwandter der Polizeistation Bit Pazar, dass er jeden Kontakt zu ihnen verloren habe - zuletzt gehört hatte man von ihnen am 18. Juli gegen 22:15 Uhr, als sie sich am Flughafen Skopje befanden.

Mehr als einen Tag lang suchten die Familien also drei vermisste Personen - über die Medien, über die sozialen Netzwerke, über einen Appell an die Bürger -, während die drei die ganze Zeit in einem überschlagenen Auto an einer der meistbefahrenen Ausfahrtsstrecken des Landes lagen. Die Straße nach „Blace” ist kein vergessener Feldweg. Täglich fahren dort Tausende Reisende Richtung Kosovo und zurück.

Die Frage, die bleibt, ist nicht, wer sie zuletzt sah, sondern wie ein überschlagenes Fahrzeug an einer Hauptstraße so lange unbemerkt bleibt. Wann fuhr zuletzt eine Streife am Wagen vorbei? Gibt es auf diesem Abschnitt überhaupt eine Beleuchtung? Diese Fragen muss die Untersuchung beantworten, die das Innenministerium als laufend bezeichnet.

Bis dahin bleiben drei Namen und eine Familie, die am falschen Ort auf Hilfe wartete. Die Umstände aufzuklären - wo das Fahrzeug abkam, warum und wie viel Zeit verging, bis es gefunden wurde - ist Sache der Institutionen, nicht der Angehörigen, die Tag und Nacht die sozialen Netzwerke durchsuchten.