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Drei mazedonische Staatsbürger auf einer Autobahn in Slowenien getötet, darunter zwei Kinder

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Drei mazedonische Staatsbürger auf einer Autobahn in Slowenien getötet, darunter zwei Kinder

In dem Auto sassen fünf mazedonische Staatsbürger. Drei kamen ums Leben, darunter zwei Kinder. Zwei wurden verletzt - einer per Hubschrauber gebracht, der andere, der Fahrer, mit dem Rettungswagen. Das sind alle Zahlen, die die Polizei bestätigt hat, und wir ergänzen sie bewusst um nichts, was nicht bestätigt ist.

Der Unfall ereignete sich gegen 16:30 Uhr auf der Küstenautobahn in Slowenien, auf dem Abschnitt zwischen Unec und der Baustelle bei Ravbarkomanda. Ein Lastwagen war wegen einer Panne auf dem Standstreifen zum Stehen gekommen. Der Fahrer des Personenwagens prallte anschliessend gegen die hintere linke Seite des Anhängers. Ein Arzt stellte noch am Unfallort den Tod der drei Insassen fest.

Das Aussenministerium bestätigte die Angaben offiziell und berief sich dabei auf Informationen der slowenischen Polizei und der mazedonischen diplomatisch-konsularischen Vertretung in Ljubljana. Die Botschaft in Ljubljana kontaktierte umgehend die zuständigen slowenischen Institutionen und steht in Verbindung mit den Familien, denen sie beim Transport der Leichname hilft. Das ist der Teil der Arbeit, für den die Diplomatie selten Anerkennung bekommt und der meist nur so erwähnt wird.

Ein Lastwagen auf dem Standstreifen, mitten am Nachmittag

Die Unfallursache wird noch ermittelt. Die Tatortaufnahme führten Polizisten, eine Untersuchungsrichterin und eine Bezirksstaatsanwältin durch - das heisst, das Verfahren ist eröffnet und die Antwort kommt aus einer Ermittlung, nicht aus den ersten Meldungen. Die Autobahn Richtung Koper war mehrere Stunden gesperrt, der Verkehr normalisierte sich spät am Abend.

Ein Detail lohnt aber festzuhalten: ein schwerer Lastwagen, auf dem Standstreifen einer Autobahn stehend, bei Tageslicht. Das ist eine Situation, die europäische Strassen auf dem Papier gelöst haben - Warndreieck, Licht, Warnweste, und auf den meistbefahrenen Abschnitten Systeme, die Fahrer mehrere Kilometer im Voraus vor einem Hindernis warnen. Ob ein solches System dort funktionierte und wie lange der Lastwagen vor dem Aufprall stand, sind Fragen, die die Ermittlung beantworten muss. Sie sind nicht rhetorisch.

Die Strasse, die wir jeden Sommer fahren

Dieser Abschnitt ist mazedonischen Fahrern nicht fremd. Es ist die Richtung nach Koper, nach Italien, nach Norden - dieselbe, die jeden Sommer und an jedem Feiertag tausende Familien aus Mazedonien zurücklegen, meist mit vollem Auto, meist auf einer Fahrt von zwölf oder mehr Stunden, meist mit Kindern hinten.

Wir machen aus diesem Satz keine Lehre. Keiner dieser fünf Menschen hat etwas getan, was wir nicht auch tun. Darin liegt das ganze Gewicht dieser Geschichte.

Was die Institutionen tun können, ist konkret und messbar: festzustellen, warum ein defekter Lastwagen lange genug auf dem Standstreifen blieb, und was die slowenischen Verkehrsprotokolle für eine solche Situation vorsehen. Das Ergebnis dieser Ermittlung ist das Einzige, was einer anderen Familie etwas bedeuten kann.

Vorerst bleibt nur die Zahl, und sie genügt. Drei Menschen sind irgendwohin aufgebrochen und nicht angekommen.