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Imperagen sammelt 5 Millionen Pfund für Enzym-Engineering: Quantenphysik und KI statt Laborchaos

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Imperagen sammelt 5 Millionen Pfund für Enzym-Engineering: Quantenphysik und KI statt Laborchaos

Das Biotech-Unternehmen Imperagen aus Manchester hat 5 Millionen Pfund (rund 6,7 Millionen Dollar oder 5,9 Millionen Euro) in einer Seed-Finanzierungsrunde unter Führung von PXN Ventures eingesammelt, mit Beteiligung von IQ Capital und Northern Gritstone. Das 2021 von Wissenschaftlern des Manchester Institute of Biotechnology - Dr. Andrew Karin, Dr. Tim Aez und Dr. Andy Almond - gegründete Startup ist ein Spin-out der Universität.

Ziel der Firma ist es, Enzym-Engineering zu beschleunigen, indem die klassische „Trial and Error"-Methode im Labor durch rechnergestützte Ansätze ersetzt wird. Imperagen nutzt drei Schlüsseltechnologien: quantenphysikbasierte Simulation, um das Verhalten von Enzymvarianten über Millionen von Mutationen vorherzusagen; eigene KI-Modelle, die für spezifische Enzymprobleme trainiert sind; und automatisierte Roboter, die experimentelle Daten erzeugen, die wieder ins KI-System einfließen.

Enzyme spielen eine zentrale Rolle in Pharmazie, Lebensmittelproduktion, Biokraftstoffen und Landwirtschaft. Laut Branchenexperten ist Enzymtechnologie entscheidend für nachhaltigere Produktion in diesen Sektoren. Konkurrenten im gleichen Feld sind Biomatter, Cradle Bio und Absci - alle wetteifern um denselben Markt.

Der neue CEO Guy Levy-Yurista betonte, dass der aktuelle Ansatz im Enzym-Engineering auf industriellem Maßstab scheitert - selbst wenn die KI-Tools im Labor funktionieren. Mit dem neuen Kapital plant das Unternehmen, KI-Spezialisten einzustellen, Forschung und Entwicklung zu finanzieren, die experimentellen Laborkapazitäten auszubauen und innerhalb von zwei Jahren das kommerzielle Geschäft aufzubauen. Imperagen hat damit insgesamt 8,5 Millionen Pfund (rund 11,4 Millionen Dollar) von Investoren eingesammelt.