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Hat Russland Iran geholfen, Amerikaner zu töten? Raketen, die den Kurs ändern, während Washington nach einem Schuldigen sucht

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Hat Russland Iran geholfen, Amerikaner zu töten? Raketen, die den Kurs ändern, während Washington nach einem Schuldigen sucht

Zwei amerikanische Soldaten tot, einer gilt als vermisst, mehrere weitere verwundet. Iranische Raketen trafen den Luftwaffenstützpunkt Muwaffaq Salti in Jordanien - und in Washington fragt man nicht mehr nur, wie Iran traf, sondern wer ihm half, so präzise zu treffen.

Quellen nahe der Ermittlung zufolge prüfen US-Dienste, ob Russland der iranischen Seite Geheimdienstdaten übergab - Satellitenaufnahmen, Radardaten, technische Hilfe -, um die amerikanische Luftabwehr zu durchbrechen. Direkte Beweise gibt es nicht. Aber die Frage ist gestellt, und das allein sagt viel darüber aus, wohin die Welt geraten ist.

Raketen, die in der letzten Sekunde den Kurs ändern

Was die amerikanischen Analysten beunruhigte, ist nicht die Zahl der Raketen, sondern ihr Verhalten. Die iranischen Geschosse zeigten die Fähigkeit, Flugbahn, Höhe und Einschlagswinkel unmittelbar vor dem Ziel zu ändern - ein Manöver, das die Zeit zum Abfangen verkürzt und den Abwehrsystemen zu wenige Sekunden zum Reagieren lässt. Das ist keine Technologie, die man auf dem Markt kauft. Das ist Technologie, die dich jemand zu benutzen gelehrt hat.

Die iranischen Angriffe treffen laut denselben Quellen systematisch Radar- und Kommunikationssysteme in Jordanien, Katar, Kuwait, Bahrain, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Keine zufälligen Ziele - sondern genau jene Lücken, die dem amerikanischen Militär Auge und Ohr in der Region geben.

Moskau, Peking und eine Zeitung vom März

Der Verdacht gegen Russland fällt nicht aus heiterem Himmel. Schon im März schrieb eine amerikanische Finanzzeitung, Moskau habe der iranischen Seite zuvor Satellitenaufnahmen und Drohnentechnologie übergeben. Nun steht auch China auf der Liste der Verdächtigen - über die Koordination von Aufklärungssatelliten.

Die offizielle Linie bleibt vorsichtig: öffentliche Beweise für eine direkte russische oder chinesische Beteiligung an diesem konkreten Angriff wurden nicht vorgelegt. Aber wenn drei der größten Militärmächte des Planeten vermuten, dass Geheimdienstnetze sich gegen eine vierte verflechten, klingt das Wort „Vorsicht” wie ein diplomatischer Ausdruck für etwas viel Größeres.

Trumps Antwort

Der US-Präsident ordnete Vergeltungsschläge auf iranische Überwachungskapazitäten, militärische Logistik, Waffenlager und Marineressourcen an. Der Zyklus aus Schlag-Vergeltung-Schlag, den der Balkan bestens kennt - nur wird diesmal mit Raketen gespielt, die über Kontinente fliegen, nicht über Grenzen.

Für den Leser hier ist die Frage nicht, ob das weit weg ist. Die Frage ist, wie lange eine solche Rechnung „das Problem eines anderen” bleibt, bevor sie beginnt, die Preise, Bündnisse und den Frieden einer ganzen Region zuzuschneiden. Der Balkan kennt diese Szene auswendig: die Großmächte spielen ihre Spiele, und die kleinen Länder zahlen die Folgen.