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60 Prozent des Fuhrparks der „Komunalna Higiena” fahren nicht, während 3 Millionen Euro an Leiharbeiter gingen

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60 Prozent des Fuhrparks der „Komunalna Higiena” fahren nicht, während 3 Millionen Euro an Leiharbeiter gingen

Das Unternehmen, das Skopje sauber halten soll, kann nur sich selbst nicht am Laufen halten. Laut einem Bericht des Staatlichen Rechnungshofs sind ganze 60 Prozent des Fuhrparks des öffentlichen Betriebs „Komunalna Higiena - Skopje” nicht funktionsfähig - von insgesamt 189 speziellen Kommunalfahrzeugen sind nur 76 fahrbereit, 80 defekt und 33 komplett schrottreif.

Das Durchschnittsalter der Fahrzeuge beträgt 15 Jahre, und die Prüfer erteilten ein negatives Prüfungsurteil sowohl zu den Finanzberichten als auch zur Gesetzeskonformität des Betriebs. Mit anderen Worten - es geht nicht um einen schlechten Kennwert, sondern um einen systemischen Zerfall. Ein Betrieb, der rund um die Uhr für eine Millionenstadt arbeitet und einen solchen Fuhrpark hat, steht nicht am Rande der Krise; er steckt schon mittendrin.

Das Finanzbild ist noch düsterer. Forderungen im Wert von rund 2 Millionen Euro sind nur eingeschränkt oder ungewiss einbringbar, ein Teil der Ersatzteile wurde bereits 2009 beschafft und ist veraltet, und es gibt Vermögen, das im Zentralregister überhaupt nicht erfasst ist. Und hier kommt das Detail, das am meisten ins Auge sticht: 2024 stellte der Betrieb 354 Personen über eine private Agentur ein, mit Kosten von über 3 Millionen Euro - und das, weil kein Jahresplan für Einstellungen vorlag.

Das Geld existiert also - nur nicht für Lastwagen. Drei Millionen Euro für Leiharbeiter, während der Fuhrpark zerfällt. Genau das soll eine Prüfung ans Licht bringen: nicht nur, dass etwas nicht funktioniert, sondern warum. Wenn ein öffentlicher Betrieb Millionen für Agenturkräfte ausgibt, während 113 Fahrzeuge außer Betrieb stehen, ist die Frage nicht, ob Geld da ist, sondern wohin dieses Geld fließt - und wer für die Prioritäten geradesteht. Der Bürger von Skopje sieht das Ergebnis jeden Morgen auf seiner eigenen Straße. Die Frage ist, ob überhaupt jemand vorhat, es zu ändern.