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Krankenhaus Prilep erhält digitales Röntgen für 9,3 Millionen und Video-EEG für Kinder - 50 Millionen Denar in den letzten Jahren investiert

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Das Allgemeine Krankenhaus „Borka Taleski” in Prilep hat zwei neue Spezialgeräte bekommen. Ein digitales Decken-Röntgensystem mit drahtlosem Detektor - 9,3 Millionen Denar, und ein Video-EEG-Kabinett für pädiatrische Patienten - rund 1,7 Millionen Denar. Das zweite Gerät ist eine Spende des Unternehmens VIK, und es ist die erste Einrichtung außerhalb Skopjes für die Diagnostik neurologischer Episoden bei Kindern.

Für eine Region, die rund 120.000 Einwohner versorgt, ist das bedeutsam. Bisher mussten Patienten, die qualitativ hochwertige Radiologie brauchten, nach Skopje oder in private Kliniken reisen - mit Kosten, die sich viele nicht leisten konnten. Das digitale Röntgen bedeutet, dass Aufnahmen, die früher vier Tage zur Bearbeitung benötigten, jetzt in wenigen Minuten fertig sind.

Die übrigen Paradoxe des Systems: Das Krankenhaus arbeitet weiterhin mit 4 Radiologen statt der gesetzlich vorgeschriebenen 6. Die Ausrüstung ist da - die Leute dafür nicht. Das ist die alte mazedonische Geschichte: Wir haben die Maschine gekauft, niemand fährt sie.

In den letzten Jahren hat das Krankenhaus über 50 Millionen Denar in Geräte für Urologie, Orthopädie, Sterilisation und Gynäkologie investiert. Der Schuldenstand wurde von 200 auf 109 Millionen Denar reduziert. Das ist das erste Mal im letzten Jahrzehnt, dass jemand aus dem Gesundheitswesen von Prilep über einen Schuldenabbau und nicht über einen neuen Kredit berichtet.

Das Video-EEG-Kabinett ist besonders wichtig. Seit seiner Inbetriebnahme müssen Eltern von Kindern mit epileptischen Episoden nicht mehr zur Universitätsklinik für Pädiatrie in Skopje für die Diagnostik fahren. Das sind drei bis vier Stunden Fahrt, Wartezimmer, Übernachtungen - für etwas, das jetzt 80 Kilometer vom Zuhause entfernt erledigt werden kann.

Diese gute Nachricht hat dennoch einen Haken am Ende: Diese Investitionen sind die Ausnahme, nicht die Regel. Das Klinische Zentrum Skopje verfällt weiter. Das Krankenhaus Veles arbeitet mit Geräten aus den 90er Jahren. Prilep hat diesmal das Los gezogen. Die Frage ist, ob der nächste große Schritt in einer anderen Stadt erfolgt - oder ob dies ein Einzelbeispiel dafür bleibt, was passiert, wenn sich lokale Behörden und Unternehmen ernsthaft im Gesundheitswesen engagieren.