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Merz mit Rekordtief von 16 Prozent - CDU diskutiert in geschlossenen Runden, wann er abgelöst wird

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Merz mit Rekordtief von 16 Prozent - CDU diskutiert in geschlossenen Runden, wann er abgelöst wird

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz könnte sich in seinen letzten Amtswochen befinden. Laut Bild werden in den obersten Reihen der CDU intensiv Szenarien für seine Ablösung diskutiert - und Merz selbst hat zuletzt einen persönlichen Beliebtheitswert von nur 16 Prozent erreicht, ein Rekordtief in der jüngeren deutschen Geschichte.

Die Gründe: wirtschaftliche Stagnation, Koalitionsbrüche und eine langsamer als erwartete Umsetzung der versprochenen Reformen. Merz trat sein Amt mit dem Versprechen an, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie energisch wiederherzustellen, die Bürokratie zu reduzieren und die Migrationspolitik zu verschärfen. Ein Jahr später - alle drei Fronten stehen still.

"Diese Szenarien werden ausschließlich in geschlossenen Runden, unter strenger Geheimhaltung diskutiert, aus Sorge, Details könnten in die Medien gelangen", schrieb Bild. Klassisches deutsches Protokoll: öffentlich ist alles in Ordnung, in den Kulissen werden Daten festgelegt. Ein enger Mitarbeiter Merz' räumte ein, dass es eine hohe Wahrscheinlichkeit gebe, der Kanzler werde "die Hände heben und sich zurückziehen" - mit anderen Worten: freiwilliger Rücktritt, bevor man ihn dazu zwingt.

Was bedeutet das für den Balkan? Deutschland ist der wichtigste politische und wirtschaftliche Partner der meisten Balkanstaaten, und jeder Regierungswechsel in Berlin wirkt sich unmittelbar auf Hilfspakete, diplomatische Unterstützung für die EU-Integration und Investitionsentscheidungen aus. Mit einer Wirtschaft in der Rezession und einer Regierung in der Krise ist der Enthusiasmus für neue Balkanpartnerschaften minimal. Und wenn Merz fällt - der Nachfolger wird die erste Priorität im Inneren haben, nicht im Südosten.