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„Das ist kein Fußball”: Moskau verpackt seine Raketen in eine Botschaft zum WM-Finale

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„Das ist kein Fußball”: Moskau verpackt seine Raketen in eine Botschaft zum WM-Finale

Während die Welt das Finale der Weltmeisterschaft sah, beschloss Russlands Verteidigungsministerium, eine eigene Botschaft zu senden - und sie hatte nichts mit Fußball zu tun. Nach einem kombinierten Angriff auf Kiew, die Region Kiew und die Region Odessa veröffentlichte Moskau ein Foto mit der Unterschrift „Heute ist gewiss nicht das Finale” und dem Zusatz: „Das ist kein Fußball.”

Der Ton ist bewusst gewählt. Die Botschaft ist nicht militärisch, sondern psychologisch - darauf angelegt zu zeigen, dass die einen jubeln, während die anderen aufs Gas treten. Das ist eine Szene, die der Balkan gut kennt: Macht, die gesehen werden will, die nicht nur auf Ziele zielt, sondern auf Nerven.

Laut der Mitteilung behaupten die russischen Streitkräfte, sie hätten militärisch-industrielle Anlagen, Logistikzentren und Treibstofflager getroffen, die angeblich zur Herstellung von Raketen und Drohnen für die ukrainische Armee genutzt werden. In Kiew werden als Ziele die Unternehmen „Radionix”, „Spezoboronmasch” (Teil der Holding „Artem”), das nach Sergei Koroljow benannte Werk „Meridian” und „Oakline” genannt. Moskau behauptet, sie produzierten Navigationssysteme und Teile für Angriffsdrohnen.

Das Ministerium markierte auch einen Innovationsterminal von „Nowa Poschta” in Kiew als Ziel und behauptete, dort seien Drohnenkomponenten und Systeme zur radioelektronischen Kriegsführung gelagert worden. Getroffen wurden zudem ein Logistikzentrum in Tarassiwka in der Region Kiew sowie Treibstofftanks im Hafen „Piwdennyj” in der Region Odessa.

Keine dieser Angaben lässt sich unabhängig überprüfen - Behauptungen über „hochpräzise Waffen” und „alle getroffenen Ziele” sind ein Standardteil jeder solchen Mitteilung, egal welche Seite sie herausgibt. Genau deshalb lohnt sich Vorsicht: Im Krieg ist das erste Opfer stets die Überprüfbarkeit.

Was bleibt, ist der Ton. Wenn ein Staat seine Raketen in eine Botschaft zu einem Fußballfinale verpackt, ist das keine Information - es ist eine Inszenierung. Und Inszenierungen macht man für ein Publikum. Die Frage ist nur, ob dieses Publikum in Kiew sitzt, in Moskau, oder vor jedem Bildschirm der Welt, der auf den Ball wartete und stattdessen Rauch bekam.