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Papst Leo XIV. eroberte Madrid: die Königin kniete, und Altkönigin Sofia hat nun acht Päpste getroffen

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Papst Leo XIV. eroberte Madrid: die Königin kniete, und Altkönigin Sofia hat nun acht Päpste getroffen

Wenn ein Papst zum ersten Mal seit fünfzehn Jahren in Madrid landet, ist das nicht nur eine religiöse Zeremonie - es ist ein Spektakel aus Macht, Protokoll und Symbolen. Der Besuch von Papst Leo XIV. in der spanischen Hauptstadt dauerte mehrere Tage und endete mit einem Empfang im Stadion „Santiago Bernabeu" vor mehr als 80.000 Menschen - eine Zahl, von der viele politische Kundgebungen auf dem Balkan träumen würden.

Die spanische Königsfamilie erschien vollzählig: König Felipe VI., Königin Letizia, Kronprinzessin Leonor, Infantin Sofía und Altkönigin Sofía. Es war Königin Letizia, die eine selten gesehene Geste machte - sie kniete vor dem Papst auf das linke Knie, eine Ausnahme vom üblichen Protokoll zwischen Staatsoberhäuptern. Auf dem Balkan wissen wir gut, wie viel eine symbolische Verbeugung wiegt; wann und wo du sie machst, sagt mehr als jede Rede.

Für die junge Leonor und ihre Schwester Sofía war dies der erste formelle Knicks vor einem ausländischen Oberhaupt, ausgeführt nach strenger vatikanischer Etikette. Hinter diesen Verbeugungen steht eine ganze Maschinerie aus Training und Proben - königliche Kinder improvisieren nicht, sie üben jahrelang für einen Moment, der Sekunden dauert.

Den größten Rekord hält Altkönigin Sofía. Mit dem Treffen mit Leo XIV. wurde sie die erste spanische Königin, die in ihrem Leben acht Päpste getroffen hat - von Pius XII., den sie noch vor ihrer Heirat kennenlernte, bis zum heutigen Pontifex. Acht Päpste, eine Frau und ein ganzes Jahrhundert Geschichte, verpackt in einen einzigen Händedruck.

Es gab auch leise Symbole, die nur wenige bemerkten. Im Königspalast wurden zum ersten Mal seit Jahrzehnten die Wandteppiche „Apostelgeschichte" gezeigt, nach Raffaels Entwürfen gefertigt, einst von Papst Leo X. für die Sixtinische Kapelle in Auftrag gegeben. Ein Papst namens Leo kommt, um Kunst zu betrachten, die ein anderer Papst gleichen Namens in Auftrag gab - die Geschichte spielt ihre eigenen Spiele mit den Daten.

Der Besuch geht weiter nach Barcelona und zur Basilika „Sagrada Familia" und endet auf Teneriffa in Gesellschaft von König Felipe VI. Hinter allen Fotos und Verbeugungen bleibt eine Frage, die sich jeder Staat seit Jahrhunderten stellt: Wo endet der Glaube und wo beginnt die Politik - und ob das überhaupt je zwei verschiedene Dinge waren.