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Photovoltaik auf sieben Schulen in Gjorche Petrov: Die Gemeinde erhält 18 Prozent des Stroms

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Photovoltaik auf sieben Schulen in Gjorche Petrov: Die Gemeinde erhält 18 Prozent des Stroms

Die Gemeinde Gjorche Petrov wird auf den Dächern aller sieben kommunalen Grundschulen Photovoltaikanlagen installieren. Das Projekt wird über eine öffentlich-private Partnerschaft umgesetzt und ist, wie Bürgermeister Aleksandar Stojkoski sagt, das erste seiner Art in Mazedonien.

Der entscheidende Teil der Vereinbarung: Die Gemeinde bringt kein eigenes Geld ein. Das Projekt verursacht keine zusätzliche finanzielle Belastung für den Gemeindehaushalt, und Gjorche Petrov erhält 18 Prozent der Einnahmen aus der Stromproduktion.

Achtzehn Prozent - für wen ist diese Aufteilung gut?

Das ist der Teil, der Aufmerksamkeit verdient, und in den Mitteilungen taucht er nur als positiv klingende Zahl auf. Die Gemeinde stellt die Dächer von sieben öffentlichen Gebäuden bereit, errichtet mit dem Geld der Bürger, und erhält dafür knapp ein Fünftel der Einnahmen. Der private Partner trägt Risiko und Investition und behält den Rest.

Sind 18 Prozent ein guter Deal? Die Antwort hängt von Dingen ab, die bislang nicht veröffentlicht wurden: wie viele Jahre die Konzession läuft, wer den Strom bezahlt, den die Schulen selbst verbrauchen, was mit der Anlage geschieht, wenn der Vertrag ausläuft. Ohne diese Angaben ist ein Prozentsatz nur ein Prozentsatz.

Stojkoski verteidigt das Modell so: „Mit diesem Projekt setzen wir die Dächer der Schulen in Funktion, produzieren saubere und erneuerbare Energie, schaffen nachhaltigere und energieeffizientere Schulen und sichern eine neue Einnahmequelle, die erneut in Projekte im Interesse der Bürger investiert wird."

Die Idee ist gut. Dächer öffentlicher Gebäude, die leer unter der Skopjer Sonne liegen, sind eine offensichtliche Ressource, und Schulen eignen sich ideal - sie verbrauchen Strom genau dann, wenn die Module am meisten produzieren. Funktioniert das Modell, werden andere Gemeinden es kopieren, und genau das ist der Sinn eines Pilotprojekts.

Doch wenn eine Gemeinde einen Vertrag schließt, der länger läuft als eine Amtszeit, sollte die gesamte Dokumentation vor der Unterzeichnung öffentlich sein, nicht danach. Das ist kein Misstrauen gegenüber diesem Projekt - das ist der Mindeststandard für jede öffentlich-private Partnerschaft.