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Drei Festnahmen an einem Tag: falsche Kennzeichen, Mietwagen und Migranten, die ihre Verletzungen selbst tragen mussten

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Drei Festnahmen an einem Tag: falsche Kennzeichen, Mietwagen und Migranten, die ihre Verletzungen selbst tragen mussten

In weniger als 24 Stunden vereitelte die Polizei zwei getrennte Versuche, Migranten im Süden des Landes zu schmuggeln - und in beiden Fällen ist die Geschichte identisch: ein Fahrzeug mit falschen Kennzeichen, ausländische Staatsangehörige darin zusammengepfercht, und ein Fahrer, der von der Verzweiflung anderer profitiert.

Der erste Fall ereignete sich am 21. Juli gegen 12:25 Uhr. Beamte am Grenzübergang stoppten einen 35-Jährigen aus Strumica, der einen „Audi A5" mit falschen Kavadarci-Kennzeichen fuhr. Im Fahrzeug wurden fünf afghanische Migranten gefunden, dazu albanische Dokumente und ein Mietwagenvertrag - die komplette Ausstattung eines gut geölten Kanals.

Am selben Tag gegen 17:50 Uhr versuchte die Polizei auf der Schnellstraße Gradsko - Prilep, einen „Mercedes" mit Skopje-Kennzeichen anzuhalten. Der Fahrer hielt nicht an. Stattdessen beschleunigte er, verlor bei Kruševica die Kontrolle und krachte in eine Böschung. Im und um das Fahrzeug wurden zwei verletzte pakistanische Migranten gefunden; sie wurden ins Krankenhaus von Kavadarci gebracht und danach im Aufnahmezentrum für Ausländer „Gazi Baba" untergebracht. Diesmal wäre die Flucht vor der Polizei fast mit Toten geendet - Flüchtlinge, die der Fahrer ihre Verletzungen selbst tragen ließ.

Der dritte Festgenommene fiel am frühen Morgen des 22. Juli gegen ein Uhr auf, als die Polizei auf derselben Strecke einen „Golf" stoppte. Gegen alle Verdächtigen wird wegen Menschenschmuggels Anzeige erstattet.

Drei Festnahmen an einem einzigen Tag klingen nach Erfolg - und auf einer Ebene sind sie es. Doch machen wir uns nichts vor: Was die Polizei gefasst hat, ist nur der Teil, der an die Oberfläche kam. Die falschen Kennzeichen, die Mietwagen, die fertigen Dokumente - das ist keine Amateur-Improvisation, sondern die Routine eines Netzwerks, das genau weiß, was es tut. Die Frage, die unbeantwortet bleibt, ist, wer über den Fahrern steht, die der Polizei in die Hände fallen, und ob überhaupt jemand bis zu ihnen vordringt.