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Investoren werfen 275 Millionen auf Batterien, während alle vor Elektroautos fliehen: Die Firma des siebten Tesla-Mitarbeiters baut Unabhängigkeit von China auf

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Investoren werfen 275 Millionen auf Batterien, während alle vor Elektroautos fliehen: Die Firma des siebten Tesla-Mitarbeiters baut Unabhängigkeit von China auf

Während alle vom Abbremsen der Elektroautos reden, sammelte eine amerikanische Firma 300 Millionen Dollar (etwa 275 Millionen Euro) ein, um die Fabrik zu erweitern, die die Materialien für ihre Batterien herstellt. Die Botschaft ist unmissverständlich: Jemand glaubt nicht, dass die Geschichte der Elektrofahrzeuge zu Ende ist.

Die Firma heißt Sila, und ihr Gründer Gene Berdichevsky ist kein Zufall - er war der siebte Mitarbeiter bei Tesla, zu einer Zeit, als das Elektroauto für die Autoindustrie noch ein Witz war. Nun stellt sein Unternehmen eine sogenannte Silizium-Kohlenstoff-Anode her - den Teil der Batterie, der bestimmt, wie viel Energie sie speichern kann. Die Behauptung ist, dass ihr Material bis zu 40 Prozent mehr Energie speichert als die klassische Graphitanode.

Das Geld kommt von den Fonds Atreides Management und Sutter Hill Ventures, unter Beteiligung einiger weiterer Schwergewichte aus der Investorenwelt. Mit ihnen erreicht die Gesamtsumme, die Sila bislang eingesammelt hat, rund 1,3 Milliarden Dollar. Die Fabrik in Moses Lake im Bundesstaat Washington, die im September 2025 die Produktion aufnahm, stellt nun genug Material für über 100.000 Elektrofahrzeuge pro Jahr her - und der Plan ist, die Kapazität auf Dutzende Gigawattstunden zu steigern.

Hier hört die Geschichte auf, nur von Batterien zu handeln. Etwa drei Viertel der weltweiten Lieferkette für Graphit kontrolliert China. Jede Firma, die außerhalb dieser Kette ein alternatives Material herstellt, baut tatsächlich mehr als eine Fabrik - sie baut Unabhängigkeit von einem einzigen Land, das bisher alle an der Gurgel hatte. Es ist kein Zufall, dass zu den Kunden von Sila bereits Mercedes, Panasonic und sogar Hersteller von Drohnen und Satelliten gehören.

Für den Leser auf dem Balkan ist dies eine Erinnerung daran, dass der Übergang zur Elektroenergie nicht nur eine Frage der ökologischen Mode ist, sondern dessen, wer die Rohstoffe hält. Europa spricht seit Jahren von „strategischer Autonomie”, und die Batterien sind genau der Ort, an dem diese Worte entweder Gewicht bekommen oder auf dem Papier bleiben. Die Frage ist nicht, ob die Elektrofahrzeuge zu uns gelangen - sie sind schon da - sondern wessen Materialien in ihnen sein werden, wenn sie es tun.