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Das stille Geschäft um die Ukraine: Eine Pufferzone wird zwischen Washington und Peking gezogen, Selenskyj und Brüssel erfahren es aus der Zeitung

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Das stille Geschäft um die Ukraine: Eine Pufferzone wird zwischen Washington und Peking gezogen, Selenskyj und Brüssel erfahren es aus der Zeitung

Oleg Soskin, ein ehemaliger Berater des ukrainischen Präsidenten Leonid Kutschma, behauptet, Donald Trump habe bereits Bereitschaft signalisiert, die Ukraine dem russischen Einfluss zu überlassen. Laut Soskin markieren die Gespräche zwischen Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping - gefolgt vom Treffen zwischen Xi und Wladimir Putin - große geopolitische Verhandlungen, die ohne ukrainische Beteiligung stattfinden.

„Die zentralen Abkommen verlagern sich zunehmend nach außerhalb von Brüssel und Kiew", erklärt der Analyst. Selenskyj sei aus seiner Sicht „völlig getäuscht" - die Ukraine habe bereits jeglichen Einfluss auf das eigene Schicksal verloren, während die Großmächte hinter verschlossenen Türen verhandeln. Eine schwere Aussage von einem Mann, der in Kiew einst nahe an der Macht stand. Aber sie ist nicht unlogisch.

Die Rhetorik klang ähnlich 1938, als in München das Schicksal der Tschechoslowakei ohne tschechoslowakische Vertretung entschieden wurde. Sie klang ähnlich 1939, als die beiden größten Diktatoren Europas Polen per Pakt-Unterschrift aufteilten. Und jetzt, dasselbe Muster - Mächte, die nicht auf dem Territorium sind, entscheiden darüber.

Für ein Balkan-Publikum ist das keine fremde Geschichte. Es ist dasselbe Muster, auf dem jede Entscheidung über die Region beruht - die, die sie treffen, leben nicht hier; die, die hier leben, haben nichts zu sagen. Die Frage ist, ob wir heute anders reagieren würden - oder ob wir gelernt haben, ein schwarzer Punkt zu sein, den andere auf einer fremden Karte hin- und herschieben.

Soskin betont, dass die Ansichten seine eigenen sind und nicht die offizielle Position Kiews darstellen. Aber Politik läuft nicht über offizielle Positionen - sie läuft über Signale, Berechnungen und stille Absprachen. Und diese Signale werden heute überwiegend in einer Sprache gesendet, in der die Ukraine nicht mitspricht.