Skip to content

Thailändische Prinzessin stirbt nach drei Jahren im Koma - und mit ihr geht die Antwort auf die Thronfolge

1 Min. Lesezeit
Teilen
Thailändische Prinzessin stirbt nach drei Jahren im Koma - und mit ihr geht die Antwort auf die Thronfolge

Wenn eine Familie herrscht, ist der Tod eines Mitglieds nicht nur eine persönliche Tragödie - er ist eine Staatsangelegenheit. Die thailändische Prinzessin Bajrakitiyabha, die älteste Tochter von König Rama X., ist mit 47 Jahren gestorben, nach mehr als drei Jahren im Koma. Mit ihr geht die wahrscheinlichste Antwort auf die Frage, die den thailändischen Hof lange beschäftigt - wer als Nächster auf den Thron kommt.

Die Prinzessin fiel im Dezember 2022 ins Koma, als sie einen Herzkollaps erlitt, während sie Hunde für einen Wettbewerb trainierte. Seitdem lag sie an lebenserhaltenden Geräten. Sie starb am 11. Juni in einem Krankenhaus in Bangkok an einer schweren Mageninfektion mit Herz- und Kreislaufkomplikationen.

Hinter der protokollarischen Trauer verbirgt sich eine echte staatliche Ungewissheit. Bajrakitiyabha galt als die bestvorbereitete Thronfolgerin der Familie - eine promovierte Juristin der University of Chicago, Diplomatin, Botschafterin in Österreich, aktiv in UN-Organisationen für Frauenrechte. Mit anderen Worten, genau das, was ein moderner Monarch der Welt zeigen möchte.

Nun ist dieser Platz leer. König Rama X. hat seit Jahren keinen offiziellen Nachfolger benannt, und mit dem Tod seiner Tochter liegt die Entscheidung ganz in seinen Händen. Als möglicher Erbe wird Prinz Dipangkorn genannt. Die Frage der Thronfolge in einer absoluten Monarchie ist nie nur eine Familienangelegenheit - wo der König ohne Wahlen herrscht, ist jede Leere auf dem Thron politisch.

Für einen Leser auf dem Balkan mag das fern klingen, doch die Logik ist so alt wie die Macht: Wenn Macht über die Blutlinie weitergegeben wird und nicht über Stimmen, kann ein einziger Tod den Kurs eines ganzen Staates verändern. Und dann blicken alle auf einen Mann, der entscheiden soll - genau das, was Demokratien überwinden sollten.