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„Unsere Jets bezwangen die besten europäischen Kampfjets 9-0" - aber schauen Sie, nach welchen Regeln

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„Unsere Jets bezwangen die besten europäischen Kampfjets 9-0" - aber schauen Sie, nach welchen Regeln

Das chinesische Staatsfernsehen verkündete stolz, dass die in China gebauten pakistanischen Kampfjets J-10CE die katarischen Eurofighter Typhoon bei gemeinsamen Übungen mit 9-0 bezwungen hätten. Ohne einen einzigen Verlust. Die Zahl klingt wie ein K.o. - bis man schaut, nach welchen Regeln das Duell ausgetragen wurde.

Die Übung „Zilzal-II" fand im Januar 2024 in Katar statt. Katars Luftwaffe gilt als eine der fähigsten im Nahen Osten, und der Eurofighter hat auf dem Papier Vorteile: zwei Triebwerke, ein AESA-Radar, höhere Geschwindigkeit und größere Zuladung. Die J-10CE wiederum wird als günstigere Alternative zu westlichen Jets wie der F-16 und dem Typhoon verkauft - und genau deshalb will Peking, dass das Ergebnis wie ein Beweis ihres Werts aussieht.

Doch der Analyst Harrison Kass weist auf das hin, was die Werbung überspringt: Das Ergebnis 9-0 sagt wahrscheinlich mehr über die Regeln der Übung aus als über die Überlegenheit des Flugzeugs. Der größte Vorteil des Typhoon - die Meteor-Rakete mit großer Reichweite - lässt sich in einem auf den Nahkampf beschränkten Szenario überhaupt nicht nutzen. „Typische Einschränkungen umfassen den Kampf nur in Sichtweite, vorgegebene Startpositionen und Bewaffnungsbeschränkungen", erklärt er. Mit anderen Worten: Das Duell war so zugeschnitten, dass die Schwäche des einen Flugzeugs nie zum Tragen kam.

Der Punkt ist so alt wie die Propaganda selbst: Eine Zahl ohne Kontext ist eine Waffe, keine Information. „9-0" macht eine Schlagzeile, sagt aber nichts darüber, welches Flugzeug im echten Kampf wirklich besser ist. Und der Balkan, der seit Jahrzehnten hört, wie jede Seite behauptet, ihre Waffen seien die besten, weiß genau, dass der wahre Test nie die Übung ist - sondern der Tag, an dem es keine Regeln gibt.