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Nach 24 Jahren stellte Ahmeti endlich die Staatsflagge in sein Büro - aber auf Anraten der Botschafter

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Nach 24 Jahren stellte Ahmeti endlich die Staatsflagge in sein Büro - aber auf Anraten der Botschafter

Vierundzwanzig Jahre brauchte Ali Ahmeti, um die Staatsflagge in sein Büro zu stellen. Und am Ende geschah es nicht aus innerer Überzeugung - sondern auf Anregung ausländischer Botschafter.

Der Vorsitzende der DUI, Ali Ahmeti, hat 24 Jahre nach Gründung der Partei die Staatsflagge Mazedoniens in seinem Büro in der Parteizentrale in Mala Rečica aufgestellt. Die Flagge war auf Fotos zu sehen, die er selbst nach einem Treffen mit dem österreichischen Botschafter Martin Pammer veröffentlichte.

Zur Erklärung des Schrittes sagte Ahmeti, das Zeigen der Staatsflagge sei für ihn nie ein Problem gewesen. „Ich war immer für einen Einheitsstaat. Das war auch der Vorschlag der ausländischen Botschafter im Land. Bei den Treffen mit ihnen wurde mir vorgeschlagen, die Staatsflagge des Staates in meinem Büro aufzustellen”, erklärte er.

Laut Ahmeti steht der Schritt im Einklang mit der Überzeugung, dass der Staat allen seinen Bürgern gehört und dass die Staatssymbole respektiert werden müssen. Diesem Satz lässt sich schwer widersprechen. Die Frage ist, warum es 24 Jahre und einen ausländischen Botschafter brauchte, um zu ihm zu gelangen.

Denn wenn Staatssymbole wirklich nie ein Problem waren, wie Ahmeti sagt, dann war ihr Fehlen über zwei Jahrzehnte kein Zufall - es war eine Botschaft. Und die Tatsache, dass die Flagge ausgerechnet jetzt auftaucht, in dem Moment, in dem Ahmeti vor dem österreichischen Botschafter über EU-Integration, das Ohrid-Abkommen und „gemeinsame institutionelle Verantwortung” spricht, deutet darauf hin, dass die Symbolik hier nicht zufällig, sondern berechnet ist.

Manche werden dies als Schritt nach vorn sehen, als Geste des Respekts gegenüber dem Staat, in dem man lebt. Andere werden sich fragen, was eine Flagge wert ist, die auf jemandes Rat hin aufgestellt wird und nicht aus eigener Überzeugung. Beide Sichtweisen sind legitim. Doch die Tatsache bleibt - die Staatsflagge Mazedoniens steht endlich auch im Büro des Mannes, der jahrzehntelang die interethnischen Beziehungen in diesem Land prägte. Nach 24 Jahren.