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Der Prozess, in dem Andrew das Opfer ist, auf Dezember vertagt: Das britische Gericht beruft sich auf die psychische Gesundheit

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Der Prozess, in dem Andrew das Opfer ist, auf Dezember vertagt: Das britische Gericht beruft sich auf die psychische Gesundheit

Es hätte der Mittwoch werden sollen, an dem Andrew Mountbatten-Windsor endlich vor einem Richter sitzt und ein Kapitel schließt. Stattdessen wurde der Prozess auf den 21. Dezember vertagt. Der Grund, den Richter Paul Goldspring nannte: Sorge um die psychische Gesundheit des Angeklagten. Nicht Andrews - angeklagt ist der Mann, der ihn angegriffen hat.

Bei diesem Satz lohnt sich ein Halt, denn man überliest ihn leicht. In dieser Geschichte ist der frühere Prinz nicht Täter, sondern Opfer. Am 6. Mai wurde er beim Hundespaziergang nahe Marsh Farm auf dem Anwesen Sandringham vom 39-jährigen Alex Jenkinson angegriffen. Jenkinson wurde gegen Kaution freigelassen und darf sich königlichen Anwesen nicht auf 500 Meter nähern. Andrew sollte aussagen. Das Gericht entschied, das könne bis zum Winter warten.

Und warum geht ein Mann, der früher rund um die Uhr Personenschutz hatte, überhaupt allein an einer Farm spazieren? Weil er diesen Schutz seit 2022 nicht mehr hat - steuerfinanziert und zurückgezogen, als der Skandal um Jeffrey Epstein für die Krone zu schwer wurde. Seither ging es nur abwärts. Im Februar dieses Jahres wurde er wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs festgenommen - ein Novum in der Geschichte der britischen Monarchie. Nie zuvor war ein Sohn einer Königin festgenommen worden.

Aus Royal Lodge zog er auf Wunsch von König Charles III. aus. Nun lebt er auf Marsh Farm in Norfolk. Sein Ehrenbürgerrecht der City of London hängt am seidenen Faden - die City Corporation hat ihn bereits gebeten, freiwillig darauf zu verzichten, und bereitet unterdessen ein Rechtsgutachten vor, um es ihm bis Oktober zu entziehen. Wenn Institutionen dich bitten, „freiwillig” zu gehen, ist die Entscheidung längst gefallen.

Sarah Ferguson, die Ex-Frau, mit der das geordnete Leben unter dem Gewicht desselben Skandals zerfiel, hat sich in die Schweiz zurückgezogen, in ein Haus, das ihr ihr früherer Partner Paddy McNally geliehen hatte - er starb vor kurzem. Zwei Menschen, die jahrzehntelang Synonym für Boulevardunterhaltung waren, sind nun über zwei Kontinente verstreut, jeder im Haus eines anderen.

Das Interessanteste an der Sache ist nicht Andrew. Es ist das Tempo, in dem eine Institution, die jahrhundertelang die Ihren schützte, plötzlich loslassen lernte. Personenschutz - gestrichen. Residenz - geräumt. Titel - in Prüfung. Als der Preis eines Mannes den Nutzen überstieg, begann die Maschine, ihn Stück für Stück abzustoßen, ordentlich, ohne ein einziges scharfes Wort in der Öffentlichkeit.

Der Prozess ist nun für den 21. Dezember angesetzt, vier Tage vor Weihnachten. Bis dahin vergehen sieben weitere Monate, in denen nichts gelöst wird und alles weiter langsam zerfällt. Das ist zugleich die genaueste Beschreibung der ganzen Geschichte: kein Sturz, sondern ein langsamer Abstieg, den niemand für beendet erklären will.