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Bitola-Rat einstimmig gegen Hassrede bei Sportveranstaltungen: Erklärung an den Fußballverband

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Der Bitola-Rat hat einstimmig einen Beschluss gegen Hassrede bei Sportveranstaltungen und öffentlichen Feiern angenommen. Die Initiative kam von der SDSM-Fraktion, nach einem konkreten Vorfall mit Sportlern bei einer Feier. Auch dieser Teil der Geschichte verdient Beachtung.

Der Inhalt des Beschlusses ist klar: Der Rat „verurteilt aufs Schärfste alle Formen von Hassrede, beleidigendem, vulgärem, herabwürdigendem und unangemessenem verbalem Verhalten bei Sportveranstaltungen und öffentlichen Versammlungen - unabhängig davon, welcher Klub, welche Gruppe oder welche Einzelperson sie auslöst". Sportliche Erfolge, so die Ratsmitglieder, sollen „öffentlich mit Würde gefeiert werden, mit Respekt vor dem Gegner - und nicht durch Botschaften, die Spaltung, Hass, Beleidigungen und Demütigungen erzeugen".

Der Beschluss wird an den Fußballverband Mazedoniens, das Sportministerium, die lokalen Klubs und die Öffentlichkeit weitergeleitet. Anders gesagt: ein Handlungsappell an die zuständigen Institutionen - einschließlich der Disziplinarkommission, die in den letzten Jahren viele Sportler und Fans trotz offensichtlicher Regelverstöße von der Verantwortung freisprach.

Wird ein solcher Beschluss reales Gewicht haben? Die Bilanz mazedonischer Sportregelwerke spricht dagegen. Wir hatten Erklärungen gegen Hooligans. Wir hatten Aufrufe gegen Hassrede. Alles funktioniert, bis ein bekannter Name oder Klub tatsächlich bestraft werden soll. Dann tauchen plötzlich „Beweislücken" oder „Bedarf an zusätzlichem Verfahren" auf.

Bitola als Stadt mit ernsthafter Handball-, Basketball- und Fußballtradition kann mit gutem Beispiel vorangehen. Aber nur, wenn der Beschluss nicht ein Blatt Papier bleibt. Die Frage: Wer wird der erste Fall sein, in dem der Bitola-Rat die Umsetzung des eigenen Beschlusses verlangt? Hat der Rat die Stärke dazu, oder produziert er ihn nur vor den Kommunalwahlen, um aktiv zu wirken?