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Sechsundsechzig Blutkonserven im Bigorski-Kloster: Die leise Nachricht, die selten in die Schlagzeilen kommt

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Sechsundsechzig Blutkonserven im Bigorski-Kloster: Die leise Nachricht, die selten in die Schlagzeilen kommt

In einem Kloster, in der Sommerhitze, legten sich ein Dutzend Menschen auf rote Stühle und streckten den Arm aus. Das Ergebnis: 66 Blutkonserven, gesammelt bei der sommerlichen Blutspendeaktion im Bigorski-Kloster. Sechsundsechzig Chancen für jemanden, der sich morgen auf einen Operationstisch legt und genau dieses Blut braucht.

Die Aktion fand unter dem Motto „Spende Blut - rette ein Leben!“ statt und wurde von der städtischen Rotkreuz-Organisation aus Gostivar gemeinsam mit dem Kloster, dem Institut für Transfusionsmedizin und dem Roten Kreuz aus Debar organisiert. Den Segen erteilte Bischof Partenij. Unter den Blutspendern waren Menschen unterschiedlicher ethnischer und religiöser Gemeinschaften - ein Detail, das unsere alltägliche politische Rhetorik leicht vergisst, das sich aber in einem Klostersaal als das Normalste der Welt erweist.

Das ist die leise Seite der Nachricht, die selten auf die Titelseiten gelangt. Kein Skandal, keine Anschuldigungen, keine Pressekonferenz. Nur 66 Menschen, die in einer halben Stunde etwas gaben, was weder Maschinen noch Budgets geben können - Blut für jemanden, den sie nie kennenlernen werden.

Genau deshalb ist es erwähnenswert. In einem Land, in dem die Transfusionsvorräte oft am Minimum sind und Aufrufe zur Blutspende in den Sommermonaten zur Gewohnheit werden, ist jede so gesammelte Konserve konkrete Hilfe, nicht deklarative. Sechsundsechzig Mal sagte jemand „Ja“ - und das ist alles, was nötig ist.