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Der Orkan brach den 60-Meter-Fahnenmast beim East Gate - diesmal gab es keine Verletzten, aber Glück ist keine Stadtplanung

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Der Orkan brach den 60-Meter-Fahnenmast beim East Gate - diesmal gab es keine Verletzten, aber Glück ist keine Stadtplanung

Das Bild ging in wenigen Minuten durch ganz Skopje: der riesige 60-Meter-Fahnenmast mit der makedonischen Flagge, der jahrelang als Orientierungspunkt beim „East Gate” stand, liegt gebrochen und verbogen mitten im Kreisverkehr, neben dem Hotel „Continental”. Der Orkanwind, der die Stadt gestern Nachmittag traf, verschonte auch ihn nicht.

Der Fahnenmast war nicht das einzige Opfer in diesem Teil der Stadt. Dasselbe Unwetter riss Bäume aus, deckte Dächer ab und richtete Chaos im Verkehr an. Am Flughafen ließ der Wind das Dach tropfen, sodass Passagiere durch große Pfützen mitten in der Halle waten mussten. Eine Szene, die man schwer vergisst - und die unbequeme Fragen zur Instandhaltung aufwirft.

Bürgermeister Orce Đorđievski gab bekannt, dass der Krisenstab mobilisiert ist und die städtischen Dienste die Nacht über an der Beseitigung arbeiten werden. Das ist die richtige, erwartbare Antwort, nachdem der Schaden bereits angerichtet ist. Doch der gefallene Fahnenmast weckt auch eine andere Frage.

Eine 60 Meter hohe Konstruktion, an einem der belebtesten Orte der Stadt aufgestellt, brach wie ein Streichholz. Sind solche Konstruktionen überhaupt für Winde ausgelegt, die, wie auch die Wetterverwaltung warnt, immer häufiger werden? Eine Sache ist es, wenn der Wind Blätter und Äste abreißt; eine ganz andere, wenn ein hoher Metallpfeiler mitten in einen mit Fahrzeugen gefüllten Kreisverkehr fällt. Diesmal gab es keine Verletzten - aber Glück ist keine Strategie für die Stadtplanung. Wenn der nächste Orkan bläst, werden wir wieder nur hoffen, dass das, was fällt, nicht auf jemanden fällt?