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Juan Carlos kehrte nach acht Jahren nach Mallorca zurück - und verpasste seinen Sohn nach Zeitplan

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Juan Carlos kehrte nach acht Jahren nach Mallorca zurück - und verpasste seinen Sohn nach Zeitplan

Acht Jahre lang setzte er keinen Fuß auf Mallorca. Die Insel, die jahrzehntelang Synonym für seine Sommer war, für die Jachten, für die Fotos mit der ganzen Familie in Marivent - fehlt seit Ostern 2018 in seinem Kalender. Am Sonntag landete Juan Carlos wieder dort. Nicht für Urlaub, nicht für eine Versöhnung vor Kameras, sondern für ein Geburtstagsessen.

Anlass war der 80. Geburtstag seines engen Freundes, des Unternehmers Miguel Arias. Gefeiert wurde im Restaurant Flanigan in Puerto Portals - jahrelang einer seiner Lieblingsorte, als Mallorca noch königliches Terrain war. Arias ist Eigentümer des Restaurants. Der Kreis schließt sich, nur acht Jahre später.

Der interessanteste Teil der Geschichte ist nicht das Abendessen. Es ist der Zeitplan. Am selben Wochenende war König Felipe VI. mit offiziellen Verpflichtungen auf Mallorca. Vater und Sohn waren zur gleichen Zeit auf derselben Insel - und kamen und gingen dennoch getrennt. Das ist kein Zufall, das ist Logistik. Jemand hat sorgfältig berechnet, wer wann landet.

Juan Carlos fuhr immerhin zum Palast Marivent, um die Familie zu sehen, darunter Königin Sofía. Übernachtet hat er dort nicht. Er schlief bei einem Freund, in einem Privathaus. Der einstige König von Spanien ist auf der Insel, die er als sein Zuhause betrachtete, Gast in einem fremden Bett.

Seit seinem Weggang nach Abu Dhabi sind seine Auftritte in Spanien gezählt und sorgfältig ausgewählt - meist Segelregatten in Galicien, wo der Sport den Vorwand liefert und das Meer den Abstand. Mallorca ist etwas anderes. Mallorca ist Familie, Archivbilder, der Sommer einer Nation. Deshalb bedeutet die Rückkehr dorthin mehr als jede Regatta.

Der Hof schweigt. Keine Mitteilung, kein Foto, keine Erklärung, was das für die Zukunft bedeutet. Und genau das Schweigen ist die Botschaft: Juan Carlos darf kommen, aber er darf nicht Teil des Bildes sein. Ein privates Abendessen bei einem Freund - ja. Ein Bild mit König und Königin - nein.

Der Balkan kennt diese Szene auswendig. Ein Mann mit enormer Macht, der jahrelang alles lenkte und dann unbequem wurde für jene, die nach ihm kamen. Niemand verbannt ihn öffentlich, aber niemand lädt ihn an den Haupttisch. Das ist keine spanische Besonderheit - das ist das universelle Bühnenbild einer Macht, die außer Gebrauch gerät.