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In Kočani ein Gedenkkreuz für die „Puls"-Opfer geweiht: Das Mahnmal zeugt, doch die Gerechtigkeit lässt auf sich warten

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In Kočani ein Gedenkkreuz für die „Puls"-Opfer geweiht: Das Mahnmal zeugt, doch die Gerechtigkeit lässt auf sich warten

Nur wenige Meter vom ausgebrannten Gebäude „Puls" in Kočani entfernt, dort, wo am 16. März 2025 Dutzende junger Menschenleben erloschen, wurde ein Gedenkkreuz geweiht. Ein bleibendes Zeichen am Ort einer der schwersten Tragödien in der jüngeren Geschichte der Stadt.

Die Weihe, vollzogen anlässlich des Peterstags - des Feiertags von Kočani -, nahm Metropolit Ilarion von Bregalnica vor, gemeinsam mit Priestern aus dem Kočaner Archidiakonat. Das Kreuz, 17 Meter hoch und 12 Meter breit, wurde am westlichen Eingang der Stadt aufgestellt, am Kreisverkehr in der Nähe der Ortslage „Nacional". An der Veranstaltung nahmen die Familien der Opfer, Bürgermeister Vladko Grozdanov sowie eine große Zahl von Bürgern und Gläubigen teil, die mit einem gemeinsamen Gebet ihre Ehre erwiesen.

Das Kreuz wurde mit Unterstützung der Eparchie Bregalnica, sozial verantwortlicher Unternehmen und der Gemeinde Kočani errichtet, die die Projektunterlagen und die Genehmigung für die Aufstellung des Mahnmals bereitstellte. Nach der Weihe hielt Metropolit Ilarion einen Gedenkgottesdienst für die Seelen der Opfer und sprach Gebete für die Genesung der Verletzten und für die Kraft ihrer Familien.

Das Mahnmal wird ein Ort für Gebet und Erinnerung bleiben. Doch das Erinnern an den Schmerz ist nur die eine Seite. Die andere - jene, für die Stein und Kreuz nicht genügen - ist die Verantwortung. Hinter jeder solchen Tragödie steht die Frage, die die Familien jeden Tag tragen: Wie war es überhaupt möglich, wer hat es erlaubt, wer hat unterschrieben, und wird wirklich jemand dafür geradestehen. Das Gedenkkreuz zeugt vom Verlust. Auf Gerechtigkeit für die Opfer wird noch gewartet, und dieses Warten darf mit keiner einzigen Weihe enden.