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Marius Borg auf Fotos vor dem Gefängnis - der norwegische Hof vor dem Urteil am 15. Juni und einer Anklage in 40 Punkten

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Marius Borg auf Fotos vor dem Gefängnis - der norwegische Hof vor dem Urteil am 15. Juni und einer Anklage in 40 Punkten

Drei Monate nach seinem letzten öffentlichen Auftritt erschütterten Fotos von Marius Borg Høiby außerhalb des Gefängnisses den norwegischen Hof - im denkbar ungünstigsten Moment. Der Sohn von Prinzessin Mette-Marit sitzt in einem Gefängnis in Oslo und wartet auf das Urteil, das für den 15. Juni 2026 angesetzt ist. Auf den Bildern ist er in T-Shirt und Sonnenbrille zu sehen, mit Polizeieskorte, auf der Strecke zwischen Gefängnis und Gericht in Rien.

Die Fragen lassen nicht auf sich warten. Warum wurde er hinausgelassen? Wohin sollte er? Der Hof schweigt, die Polizei betont „Routinetransport" - doch in einem Land, in dem royale Skandale ein nahezu unsichtbares Thema sind, sind diese Fotos der erste reale Zugang der Öffentlichkeit zum Fall.

Die Anklage gegen Marius ist nicht klein: 40 Punkte, darunter vier wegen Vergewaltigung, häusliche Gewalt, Verstoß gegen ein Annäherungsverbot, Waffendelikte. Die Staatsanwaltschaft fordert sieben Jahre und sieben Monate Haft. Alle drei Versuche, die Untersuchungshaft anzufechten - in erster Instanz, in der Berufung und am Obersten Gericht - wurden abgewiesen.

Für den norwegischen Hof ist dies die schwerste Krise seit dem Tag, an dem Prinz Haakon und Mette-Marit 2001 heirateten. Königin Sonja kam kürzlich aus dem Krankenhaus; König Harald verteidigte seine Schwiegertochter mit dem Satz, „sie hat kein Verbrechen begangen". Eine Familie, die jahrzehntelang den Ruf der „Normalität" gepflegt hat, wartet jetzt auf ein Urteil, das diesen Ruf brechen könnte.