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Prinz Andrews letzter Titel hängt am seidenen Faden: die City of London sucht einen Mechanismus, ihn zu entziehen

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Prinz Andrews letzter Titel hängt am seidenen Faden: die City of London sucht einen Mechanismus, ihn zu entziehen

Ein Titel ist Andrew noch geblieben, und genau dessen Tage werden nun gezählt. Die City of London Corporation bereitet einen Mechanismus vor, um ihm die Ehrenbürgerschaft zu entziehen - einen Titel, den er von seinem Vater geerbt und mit keinem einzigen Arbeitstag verdient hat. Der Mechanismus muss vor Oktober beschlossen werden. So sorgfältig bewegt man sich, wenn einem Mann etwas genommen werden soll, den alle anderen längst fallen gelassen haben.

Britische Medien berichten, die Rechtsgutachten zum Fall seien bereits verfasst. Es geht also nicht um eine impulsive Entscheidung nach einem neuen Skandal, sondern um ein kühles Verwaltungsverfahren. Jemand hat sich hingesetzt, die Akte geöffnet und festgestellt: Was jahrhundertelang automatisch verliehen wird, lässt sich auch zurückholen - man muss nur einen Weg erfinden.

In derselben Woche erscheint Andrew auch vor Gericht. Am 29. Juli sagt er per Videoverbindung vor dem Westminster Magistrates' Court zu einem Übergriff aus, der sich Anfang Mai bei der Marsh Farm in Sandringham ereignete. Der Anklage zufolge lief ein 39-jähriger Mann namens Alex Jenkinson auf ihn zu, während er die Hunde ausführte. Andrew flüchtete in sein Fahrzeug. Jenkinson wurde angeklagt und darf sich königlichen Anwesen nicht auf 500 Meter nähern.

Der Weg bis hierher ist bekannt. Nach den Enthüllungen rund um den Fall Epstein entzog ihm Charles III. die Titel und ließ ihn aus Royal Lodge ausziehen. An seinem 66. Geburtstag wurde er unter dem Verdacht des Amtsmissbrauchs festgenommen. Der Mann, der jahrzehntelang Prinz, Herzog und Repräsentant der Krone war, ist heute Andrew Mountbatten-Windsor - ein Name ohne jeden Zusatz davor.

Am meisten sagt ein Detail aus, das nichts mit dem Gericht zu tun hat. Seine Tochter, Prinzessin Eugenie, bat ihn und Sarah Ferguson, den Krankenhausbesuch nach der Geburt ihres dritten Kindes zu verschieben - um keinen Medienauflauf zu erzeugen. Wenn die eigene Familie ausrechnen muss, wann sie dich sehen darf, damit du ihr die schönste Woche nicht verdirbst, wird die Strafe weder vom Gericht noch von der Krone verhängt.

Die offene Frage ist nicht, ob ihm auch die Ehrenbürgerschaft entzogen wird. Die Frage ist, warum die Institutionen so lange gebraucht haben. Jeder Schritt - der Entzug der Titel, der Auszug, die Festnahme und nun die städtische Ehrung - kommt, nachdem alle Fakten bereits öffentlich sind, nie davor. Der Schutz dauerte Jahrzehnte, das Aufräumen läuft in Raten, in einem Tempo, das jedes Mal darauf wartet, dass noch ein weiteres Dokument ans Licht kommt.