Neue Bänke und sanierte Pavillons im Park Makedonija: Überstehen sie auch nur einen Winter unbeschädigt?
13.06.2026
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12.04.2026
Im Kreml geht selten jemand laut. Als Wladimir Putin daher per Dekret Andrei Kasakow, den Leiter seines Büros, absetzte und an seine Stelle Alexander Matwejew einsetzte, begann man in Moskau sofort, zwischen den Zeilen zu lesen. Wo es keine Erklärung gibt, findet jeder seine eigene.
Die Änderung wurde durch auf dem staatlichen Rechtsportal veröffentlichte Dekrete formalisiert. Das Büro des Präsidenten ist keine zeremonielle Funktion - es verwaltet die Dokumente, Dekrete, den Schriftverkehr und die Organisation der täglichen Arbeit auf höchster Ebene. Den Mann auf diesem Posten zu wechseln ist keine Kleinigkeit; er ist derjenige, durch dessen Hände alles geht, was zu Putin gelangt.
Die offizielle Version lautet, es handle sich um eine routinemäßige Personalentscheidung, ohne genannten Grund. Doch Matwejew übernimmt die Funktion in einem Moment, in dem der Kreml unter verstärktem politischem, diplomatischem und militärischem Druck arbeitet. In einem solchen Kontext ist „eine Routineänderung“ eine Formel, die mehr Vertrauen verlangt, als der Kreml gewöhnlich verdient.
Der Balkan kennt das gut. Wenn die Macht über den Grund einer Absetzung schweigt, heißt das fast nie, dass es keinen Grund gibt - es heißt, der Grund soll nicht ausgesprochen werden. Fiel Kasakow in Ungnade, oder werden einfach die Figuren vor etwas Größerem verschoben? Der Kreml wird es nicht sagen. Und genau dieses Schweigen ist der lauteste Teil der Nachricht.
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