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Das stärkste Erdbeben seit fast 150 Jahren traf Kuba: Stärke 6,1, das letzte dieser Art 1880

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Das stärkste Erdbeben seit fast 150 Jahren traf Kuba: Stärke 6,1, das letzte dieser Art 1880

Ein Land, das seit Jahrzehnten von der Wirtschaftskrise erschüttert wird, wurde diesmal buchstäblich erschüttert. Kuba traf das stärkste Erdbeben seit fast 150 Jahren - ein Beben der Stärke 6,1, in 26 Kilometern Tiefe, mit dem Epizentrum an der nordwestlichen Küste der Insel, etwa vier Autostunden von Havanna entfernt.

Das Ausmaß ist historisch. Laut Seismologe Paul Earle vom US-amerikanischen geologischen Dienst hat kein Erdbeben dieser Stärke das Gebiet in einem Umkreis von 322 Kilometern seit 1880 getroffen. Damals erschütterte ein ähnliches Beben die Region San Cristobal - zum letzten Mal vor über einem Jahrhundert.

Vorerst melden die Behörden keine großen Schäden oder Opfer, doch die Sorge ist aus einem anderen Grund real: Jahre wirtschaftlicher Not haben die Gebäude in schlechtem Zustand zurückgelassen, und Stromausfälle erschwerten die Kommunikation. Wenn die Infrastruktur schon ohne Erdbeben in die Knie geht, trägt jedes Beben mehr Risiko, als die Stärkezahl sagt.

Das Beben war sogar in Florida und auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan zu spüren - in Cancún, Playa del Carmen und Tulum - wo die Behörden Notfallprotokolle aktivierten. Ein Tsunami wurde nicht ausgerufen. „Es war stark. So etwas habe ich noch nie gespürt", erzählte eine 44-jährige Bewohnerin aus Pinar del Río. „Die Leute liefen nach draußen, alle hatten Angst - als hätte es hier nie ein Erdbeben gegeben."