Auf dem Etikett steht eines, in der Salami ist etwas anderes: Lebensmittelbehörde findet ernste Abweichungen beim Fleisch
26.06.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Venezuela kämpft mit den Folgen des stärksten Erdbebens, das dieses Land seit über einem Jahrhundert getroffen hat. Zwei heftige Beben am Mittwochabend hinterließen Tausende Tote, Verletzte und Vermisste - und die Uhr für die Rettung der unter den Trümmern Verschütteten tickt unbarmherzig.
Die Zahlen sind erschreckend. Das erste Erdbeben hatte eine Stärke von 7,2, das zweite sogar 7,5 - das stärkste in Venezuela seit 1900. Das Epizentrum lag nahe der Stadt Morón, rund 168 Kilometer westlich von Caracas, in geringer Tiefe, die den Schaden verheerend machte. Bislang sind mindestens 235 Tote und über 4.300 Verletzte bestätigt, doch die schwerste Zahl ist eine andere: mehr als 50.000 Menschen gelten als vermisst.
Die Retter laufen gegen das an, was Experten das „goldene Fenster" nennen - die ersten 48 bis 72 Stunden nach dem Beben, der Zeitraum, in dem unter dem Beton Verschüttete am wahrscheinlichsten noch lebend gefunden werden. Doch die Bedingungen sind verzweifelt: Den Teams fehlt es an Ausrüstung, und mancherorts graben die Retter im Licht von Mobiltelefonen. Der wichtigste internationale Flughafen ist wegen Schäden geschlossen, was auch das Eintreffen von Hilfe verlangsamt.
Die Welt reagiert - Teams und Hilfe treffen aus den USA, der Schweiz, Mexiko, Katar und anderen Ländern ein; die Schweiz schickte 80 Spezialisten mit Suchhunden und 18 Tonnen Ausrüstung, die USA versprachen erhebliche finanzielle und logistische Unterstützung. Eine solche Mobilisierung ist ermutigend, aber auch eine Erinnerung daran, wie sehr wir auf andere angewiesen sind, wenn die Natur härter zuschlägt, als irgendein System aushalten kann.
Für einen Leser auf dem Balkan ist diese Tragödie nicht so fern, wie sie auf der Karte aussieht. Auch wir leben auf seismisch unruhigem Boden; auch unsere Städte haben Gebäude, die nie von einem wirklich starken Beben getestet wurden. Venezuela ist heute eine brutale Frage an jedes Land: Wenn unser Erdbeben kommt, werden wir bereit sein - oder graben auch wir im Licht eines Handys?
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