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Ein Unwetter ließ Ohrid und Struga ohne Strom: Der Basar wurde zum Fluss, der Wind riss eine Leitung ab

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Ein Unwetter ließ Ohrid und Struga ohne Strom: Der Basar wurde zum Fluss, der Wind riss eine Leitung ab

Der Basar von Ohrid verwandelte sich binnen Minuten in einen Fluss. Ein heftiges Unwetter mit Starkregen und kräftigem Wind traf die südwestlichen Landesteile und ließ Ohrid und Struga mehrere Stunden ohne Strom, den historischen Altstadtkern unter Wasser.

Der Wind riss das Leiterseil der Stromleitung zwischen Ohrid und Struga ab, weshalb die Stromversorgung im weiteren Gebiet ausfiel. Laut Netzbetreiber trat der Defekt in dem Moment auf, als die 110-Kilovolt-Leitung ohnehin planmäßig wegen technischer Arbeiten zum Austausch eines Glasfaserkabels abgeschaltet war - ein Zusammentreffen von Naturkatastrophe und Routinewartung, das den Ausfall verschlimmerte.

Rund ein Dutzend Straßen in Ohrid wurden überflutet, und das durch den Basar strömende Wasser überraschte Händler wie Passanten. Das Unwetter erfasste auch die Regionen Debar-Kičevo und Polog, und auch in Bitola gab es Überschwemmungsprobleme, wo kommunale Teams ausrückten.

Eine Szene, die wir auf dem Balkan jeden Sommer sehen - ein paar Minuten Regen, und die Stadt steht still. Die Frage ist nicht, ob es Unwetter geben wird, sondern warum sich jedes Mal dieselben Straßen in Flüsse verwandeln. Wenn ein Basar Jahrhunderte überdauert, die Entwässerung aber einen Wolkenbruch nicht aushält, liegt das Problem nicht am Himmel.