Noch eine Durchsuchung in Ohrid, noch eine Waage mit weißem Pulver: Der kleine Fisch geht immer am leichtesten ins Netz
04.07.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Venezuela ringt mit einer der schwersten Katastrophen seiner jüngeren Geschichte. Zwei starke Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 erschütterten den Küstenstaat La Guaira in der Nähe der Hauptstadt Caracas. Das stärkere der beiden gehört zu den heftigsten, die im Land im letzten Jahrhundert registriert wurden.
Die Zahlen sind verheerend. Bestätigt sind mindestens 1.430 Tote, und nach Schätzungen der Vereinten Nationen gelten bis zu 50.000 Menschen als vermisst. Hunderte Gebäude sind eingestürzt, Tausende Menschen unter den Trümmern eingeschlossen. Rettungsteams arbeiten im Wettlauf gegen die Zeit - das kritische 72-Stunden-Fenster verstreicht, kann sich aber verlängern, wenn die Eingeschlossenen Zugang zu Wasser und Luft haben.
Vor Ort trafen Rettungsteams aus Mexiko, Spanien, den USA, Großbritannien und anderen Ländern ein - Hunderte Freiwillige in der Hoffnung, noch jemanden lebend zu bergen. Doch die Einsätze sind erschwert: Es gibt nicht genug ausgefeilte Ausrüstung, und die Trümmer sind schwer. „Es ist unmöglich, ihn ohne Maschinen zu retten", sagt ein Vater, der seinen Sohn sucht. Ein anderer Verwandter berichtet, sie hörten ihn stöhnen, und hofft, dass sie ihn rechtzeitig herausholen.
Hinter jeder Zahl steht ein Mensch und eine Familie, die wartet. Der Präsident der Nationalversammlung erklärte, „jeder Gerettete ist ein Wunder" - ein Satz, der zeigt, wie weit die Erwartungen gesunken sind. Der Balkan kennt Erdbeben aus eigener Erfahrung, von Skopje 1963 bis zu den jüngsten Tragödien in der Nachbarschaft, und gerade deshalb ist Venezuelas Schmerz nicht fern. Wenn die Erde bebt, ist die Frage stets dieselbe: War das System vorbereitet, und wie viele Leben hätten gerettet werden können, wenn es das war.
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